Einleitung.
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Maracaibo, 30 M. lang; kleinere stehende Gewässer giebt es aberin den Ebenen in Menge. Bemcrkenswerth ist der große TiticacaSee in dem gegen 72,000 F. hohe» Hochtbale Wolivias. Das Klimahangt auch hier nicht allein von den Breitengraden, sondern vorzüg-lich von der Höhe des Bodens ab. Den höchsten Grad der Hitze fin-det man in der N. Ebene und an der ebenen Westküste; alle Gebirgs-gegenden haben, wie in Mexico, eine kalte, gemäßigte undwarme Zone, je nachdem der Boden sich erhebt, und dieser Unter-schied zeigt sich nicht allein in der Pflanzenwelt, sondern auch bei denThieren. In den Ebenen des A. findet sich z. B. das Meerschwein,der Ameisenfresser, das Krokodil, die Ri e se n sch l a n g c, derJaguar, Tapir, Tajassn, Papageien, Moskitos undTermiten; höher binanflebt der Bar und der große Berghirsch;dann folgen in einer Höhe von 9 bis 12.000 F. der Puma, dasStinkthier, selbst noch Kolibris; über 12000F. findet mandaS Gnanako, Llaina und Wicunna, welche sich nie in den nie-drigeren Ländern zeigen. Die Produkte S. Amerikas unterscheidensich in einigen Stücken von denen des Nordens. Die Hanptcolonial-waarcn: Kaffee, Zucker, Baumwvlllc, Taback, Indigound dergl. finden sich auch hier, nicht weniger die gewöhnlichen Nah-riingspflänzen, Mais, Getreide, Maniok, Bataten, JainS-wurzel, Pisang, Südfrüchte und dergl., aber S. Amerika besitztdie merkwürdige Chinarinde, das F er» amb ukho l z, den Dra-chen b l nt b a um, den Paraguaythee, Platina, Diamanten,Smaragde, viele Affenarten (Meerkatzen) mit Wickelschwänzen,den Tapir, das Faulthier, verschiedene neue Hirscharten, denBampir, die G ü rt el th ie r e, das Stachelschwein, Beutel-thier, den Tukan, den Kasuar und viele andere ihn: egcnthüm-liche Erzeugnisse. Die ungeheuren Heerden verwilderter Rinderund Pferde hat es mit den Ebenen N. Amerikas gemein, aber ihmfehlen in seinen kälteren S. Ländern die vielen Arten von Pelzthicrcn,der Moschusochse und Bison, daS Elen, daS Rennthier ganz und gar.Salz hat es ebenfalls in großer Menge, und der Borrath von un-edlen Metallen scheint hier nicht geringer als dort. — die Ilrbc-wohncr des Landes sind mit Ausnahme der Peruaner, völlige Wilde,vielleicht noch roher als die Stämme des Nordens. Zwei EuropäischeRationen, Spanier und Portugiesen, hatten bisher fast dieganze Halbinsel unter sich getheilt; ihre Sprache ist die herrschendegeblieben, aber ihre Herrschaft hat hier noch früher geendet, als in N.Nur unbedeutend sind die Colonien der Franzosen, Engländerund Niederländer; große Gebiete sind indeß auch hier noch vonganz freien Indianern bewohnt.
Kolumbien, Colombia.*)
Größe 85,000 Q. M. Der nördlichste Punkt dieses Landes, wel-ches den nördlichsten Theil Südamerikas begreift und in W. vcin
Wenn gleich durch die schon 1831 ausgesprochene Theilung dieses Staates