Band 
Zweiter Theil.
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Südamerika.

lange Gegenden, besonders in S.; Anbau ist fast gar nicht; nur anden Hanptflüsscn sind einige Missionen »nd in N. wirkliche Städte.Zahlreiche Indianer Stämme, die Karaibcn am untern Orenocound Karoni, Guaranis und AraukaS an der Küste, Maypu-reS, AchaguaS, Salivas, GuaicaS u. a. tiefer im Innern,bewohnen, unabhängig und in völliger Rvhheit lebend, das übrigeLand, welches zahllose Hecrden von wilden Rindern, Pferden undManlthicren enthält. Etwa 20,000 Indianer leben in den Missionenals Unterthanen des Staats und sind Christen, andere, wie dieGna-jaribes, sollen sogar Menschenfresser sein.

In Apurö ist die Hauptstadt dcö Departemcns stVarinas, 12,000§.Wichtiger Tabacksbau. — Tvosario de Lucuta, Sitz des Congrcffcs 1821.— Sau Fernando de Apure, 6000 E.— Barcclonera am Carvni.—st Achaguas (atscha), Hauptvrt der Prvvin; Apurö.— Vieja Guayana,Hafen, da wo der Orenoco sich theilt.- Unter den Missionen sind Esme-raldas am Orenoco und S. Jose und S. Vincente am Puragua die ent-legensten. Das Küstenland ist nur von Indianern bewohnt.

7) Boyaca, mit den Provinzen Tunja, Socorro, Pam-plona, Casanare — 450,000 E. I» NW. ist der östliche Armder And es, an welchem der Apurü und die Nebenflüsse deS Metaentspringen; der übrige Theil enthält gränzenlose LlanoS vom Gna-viari und unzähligen Nebenflüssen des Orenoco durchströmt. DieGränze in O. macht der Orenoco selbst; ganz in S. ist der Regro,zwischen denen beiden die merkwürdige Verbindung durch den Cas-siquiari (kiari) Statt findet. Eine andere sonderbare Erscheinungist die der Schwarzen Wasser; diesen Namen führen vier Neben-flüsse des Orenoco, welche dunkelbraunes, wahrscheinlich durch Eisengefärbtes Wasser haben, in dem kein Fisch lebt. Unter den hier hau-senden Indianern sind die Ottomaken in NO. durch den Genußeiner fetten Thonerde, die sie wie auch andere Stämme theils unver-mischt, theils mit Wurzelmehl zu einer Act Brot geknetet essen, bc-merkenSwerth. Missionen sind auch hier angelegt.

Die Hauptstadt st Tunja an der W. Seite des Gebirges, 700'oE-—stporS, Hauptort der Provinz Casanare, Dorf an einem Nebenflüsse desMeta. — Lasanare, kleiner Ort am Flusse gl. N-— Am Zusammenflüssedes Ncgro und Caffiquiari liegt das Fort Sän Laclos.— st Pamplonaim nördlichen Gebirge, treibt Bergbau. — stSocorro, 12,000E. undSanSil (dschil), im W. des Gebirges.— Bei Voyaca Sieg der Republika-ner, durch den der neue Staat begründet wird.

8) Cuirdliiamarca, mit den Provinzen Bogots, Antioquia,Mariqnita, Neyva — 4580 Q. M. 370,000 E. Das Departe-ment begreift das mittlere und obere Thal deS Magdalenen Flus-ses, nur in W. ist ein Theil vom Thale des Cauca und in O. einTheil vom Gebiete des Orenoco, namentlich die Quellen desMetaund Guaviari hierher. Der Boden wird durch den mittleren und