Kolumbien.
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O Arm der Andes gebildet, die von einer solchen Hohe, so vonSchluchten zerrissen und an ihren Abhängen mit Wald bedeckt sind,daß sie für jedes Thal fast nnübersteigliche Gränzmauern bilden. Dieüppigste Fruchtbarkeit herrscht allethalben, aber gerade in diesen geseg-neten Gegenden war und ist wohl noch jetzt znm Theil so wenig Anbau,daß die tägliche Nahrung eines Tagelöhners 14 Rthlr. zu stehen kamund daß, während man Gold zu Tausenden von Pfunden jährlich ge-wann, ein Zentner Eisen 50 Rthlr kostete. Viele reiche Bergwerkewurden nicht bearbeitet, sondern man begnügte sich mit Goldwäsche-reien, die eine reiche Ausbeute geben; Silber-, Kupfer- undBlei gruben wurden gar nicht beachtet. Hier finden sich Sma-ragde in großer Menge, Steinkohlen unh Steinsalz; derChinabanm wächst in ganzen Waldungen. Die SO. Ecke istschon der Beginn der LlanoS.
ffBogocs an der W-Scitc des O-Andcszwcigcs (8100F.), am SeeSararirs, auf einer 5»M. langen, 20M. breiten Fläche, mit sehr mil-dem Klima (selten über 20°), war bisher Hauptstadt des ganzen Staates,Sitz des Cvngresscs, derRcgicrung und eines Erzbischvfs; 30,000E- Uni-versität und öffentliche Bibliothek. Im Pallaste des ehemaligen Vicckö-nigs wohnt jetzt der Präsident; der Pallast des Senats ist ein Theil desehemaligen Dominicancrklosters. Der Fluß Bogotä bildet bei der MeiereiTcquendama (kcndama) in einer der erhabensten Felsengcgendcn einen600 F. hohen Wasscrfall, dessen Gewässer mit entsetzlicher Wuth sich hin-abstürzt, da der Fluß, der vor dem Falle 140 §. breit ist, hier auf 35 F.durch den Felsen zusammengepreßt wird; die herabstürzende Waffcrmassebetragt bei niedrigem Stande des Flusses über 700 Q.F. Der Fluß gehtvon hier unter dem Namen Mera zum Orenvco- In derselben Gegendim Thale Ieononzo oder Panda tobt ein Wildbach zwischen steilen Fel-senufcrn; über ihm bat die Natur zwei Felsenbrücken gebildet, deren eine,298F. über dem Bache, 44F. lang und 6F. dick aus einem Blocke be.steht, während die zweite 60F. tiefer aus drei sich wechselseitig stützendenMassen zusammen gewölbt ist. Auch der Bergsce Guaravic» gehört hier-her, merkwürdig durch die Bemühungen einer Englischen Gesellschaft, dieangeblich von den alten Indianern hier versenkten Schätze wieder herauszu bringen.— Sän Juan de los Llanos, kleiner Ort am Anfange dergroßen Ebene.— j-Medellin, Hauptvrt der Provinz Anrioqnla (kia), ineinem schönen Thale, 9000 E-— Rio Negro in einer Ebene, 6000 E —In dein herrlichen Thale des Cauca liegt Antioquia, 4000 E.— SantaRosa auf einer 9000§. hohen dürren Fläche, auf welcher Goldsandwäschc-rcicn sind, 1000E. — Honda, Hauptstadt der Provinz Mariguira (kita)am Magdalcncn Flusse, 5000E-— -sNeyva (700 F.), 3000 §.— Mari-quira, Städtchen mit reichen Goldgruben. — Guaduas, fast 4000F. hochgelegen, daher mit mildem Klima, 3000 E>
III. Departements am Stillen Meere.
9) Cauca, mit den Provinzen Popayan, Choco (tschoko),
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