Peru.
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größere Ucayale ihre Quellen; lchterer entsteht aus dem Zusam-menflüsse des Parobeni und Tambo (101° S.) von denen jenerbei Cusco entspringt. Den Tambo bilden (10^° S.) die drei FlüsseApurimac, mit dem sich der Janja (cha—ucha) unter 12° S. ver-einigt, Pangoa, der unter 11° 19' S. den Marameric auf-nimmt, und Chanchamayo (tschantscha), der bei Tarma entspringt.Alle diese Gewässer und zahlreiche Nebenflüsse derselben haben in denLängeuthälern des GebirgS anfangs einen nördlichen Lauf (der Maran-hon bis 51° S.), treten dann östlich in die Montana und fließendann in mehr oder weniger RO. Richtung dem Hauptstrome zu; diemeisten derselben sind schwierig zu beschissen, weil sie einen zu reißen-den Strom haben und eine Menge Baumstämme mit sich fortreißen;viele sind auch nur in der Regenzeit wasserreich. Die östlicheren Ne-benflüsse des Maranho» sind noch sehr unbekannt, so z. B. weiß mannoch nicht, ob der Cnja (cha) mit dem Beni, der in Bclivia unter18° S. entspringen soll, oder mit dem Brasilischen Gavari ein undderselbe Fluß ist; letzterer hat, wie der Brasilische Jntay (chuta—i)hier seine Quellen. Auch der Madeira berührt die SO. Gränze.Nur ein großer See findet sich in S., der Titicaca, auf demHochlande fast 12,000 F. hoch, dessen südlicher Theil zu Boliviagehört.
Die Producte sind hier, wie in Kolumbien; besoliderS wichtigsind die Bergwerke, welche Gold und Silber in größter Menge,außerdem aber Kupfer, Eisen, Blei, Quecksilber, Zin-nober und Schwefel liefern; am metallreichsten ist die Sierra,aber die Gegenden der wichtigsten Grube» sind meistens Wüsten, sehrhoch gelegen und kalt. Der Werth des gewonnenen Goldes und Sil-bers betrug ehemals jährlich 8 Will. Rthlr. Das Pflanzenreich, wel-ches in den bewässerten Gegenden die unglaublichste Üppigkeit zeigt,liefert die edelsten Pflanzen, z. B. Kakao, Vanille, Mandeln,Baumwolle und verschiedene Gewürzarten völlig wild. DieKartoffel, von der es eine süße Art giebt, hat hier ihr eigentlichesVaterland, und noch immer Wichtigkeit, obgleich Mais, Bataten, Ma-il i o k (Mandiocca), Pisangu. a. auch ihre Stelle vertreten. Zahllos istdie Menge von Färbe-, Balsam-, Gummi-, Gewürz- und Arz-neipflanzen; eine derselben liefert den kostbaren PeruanischenBalsam. Unter den Thieren bemerken wir das hier recht heimischeLlama, welches aber nirgend mehr wild ist und etwa 100 Pf. trägt;mit ihm verwandt sind: das Guanaco, wild, aber leicht zu zähmen,jedoch ohne Nutzen, die Vicunna (wikunja), stets wild, unzähmbar,in der kalten Region lebend, mit feiner brauner Wolle, der Pacomit seidenartigem Haare, auch zum Tragen gebraucht, selten wild.Das Haar des Llama und Guanaco giebt nur grobes Tuch. Beu-tel- und Gürtelthiere, rothe Eichhörnchen, die in Felsenhöh-len leben, der Gatomontes, eine schöne kleine Tigerart. An derKüste sind Wallfische und Pott fische in ganzen Zügen, werdenaber nur von den N. Amerikanern gefangen. Man kann behaupten,daß mit wenigen Ausnahmen alle Thiere Südamerikas sich hier vcrei-