La Plata Staaten.
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reiche Gewässer aus den W. Gebirgen aufnimmt, die sonst sich ,'mSande verlieren. Auch in die oben genannten Gebirgsseen ergießensich eine Ämige Berggewässer. Der Laguinilla (nilja) See hatAbfluß durch den Colorado oder Desagnadero, welcher gegenSO. in die Allerheiligen Bai fließt und den Diamantflußaufnimmt. Zwei Hauptströ'me Amerikas sind in den O. Provinzen:nach der O. Gränze zu der Uruguay (gua—i), der aus Brasilienkommt und von O. her den Vbicuy und Regro aufnimmt, sehrreißend ist, viele Wasserfalle bildet, vom August bis October die Um-gegend überschwemmt und nur bis 31° 12^ S. Br. für große Schiffefahrbar ist. Westlicher ist der aus Brasilien kommende Parana,der an der R. Gränze den Paraguay aufnimmt, endlich mit demUruguay zusammenfließt und so die unter dem Namen des Rio dela Plata bekannte, wenigstens 5M. breite meerbusenähnliche, 40 M.lange und zwischen Santa Lucia und LaS Piedras, wo dassüße Wasser aufhört, eigentliche 15 M. breite Mündung bildet. Außerdem Salado und Tercero erhält er weder von Ö. noch von W.bedeutende Zuflüsse. Cr ist in seinem oberen Laufe sehr reißend, hatInseln, Wasserfälle, Klippen und Stromschnellen und schwillt vomDecember bis Junius an, kann aber doch über 200 M. weit ohneUnterbrechung beschifft werden. Die Wirkung seiner Strömung äußertsich im Meere noch 60 M. von seiner Mündung entfernt. JnS. desParana, da wo er seine westliche Beugung und die Gränze gegenParaguay macht, ist der 15 M. breite Sumpfsee Abera, aus welchemder Mirinay (miriuja—i) zum Uruguay, der Santa Lucia,Corrientes und Bateles zum Parana fließen. Das Klima diesesausgedehnten Landstriches ist sehr verschieden; die Gipfel des Hochge-birges in W. mit ewigem Schnee bedeckt, auch das N. Bergland hatauf seinem Rücken rauhe Luft, aber in den nördlicheren Ebenen herrschtfast tropisches Klima, welches jedoch gegen S. immer mehr verschwindet,so daß z. B. unter 35^ Br. Schneegestöber und dünnes Eis im Win-ter gewöhnlich einige Tage lang sich zeigen. Roch rauher wird dasKlima und dem Deutschen gleich unter 40° Br. Die südlichen Ebe-nen haben in O. eine außerordentlich feuchte, aber dabei doch gesundeLuft, Regen und Gewitter sind daher besonders am La Plata häufigund Stürme toben mit unglaublicher Heftigkeit, jedoch selten; in W.ist dagegen die Lust so trocken, daß sie todte thierische Körper zu Mu-mien macht. Große Hitze bringt der N. Wind; der S. Wind, deraber nicht häufig ist, Kälte. Am Fuße der CordilleraS weht imSommer bisweilen der glühende Sondawind, der die Luft durch Staub-wolken verfinstert und dessen Wirkungen man sorgfältig meidet.
Die N. Hälfte liefert noch die Produkte der heißen Zone: Zucker-rohr, Baumwolle, Maniok, 2 bis 3 Fuß lange Bataten,Oliven und Südfrüchte; selbst Kaffee und Indigo gedeihendort noch, aber keines dieser Gewächse wird zur Ausfuhr gebanet; derCactus wird bis 24F. hoch, auch der Johannisbrotbaum (Al-garroba), Paraguay Thee, der Maugaysy, der das elastischeHarz liefert, und die Agave finde» sich, so wie in den großen Wal-