Band 
Zweiter Theil.
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Südamerika.

düngen der Gebirge eine Menge der durch nutzbares Holz, Färbestoff,Gummi, Gerberrinde oder schöne Blüthen ausgezeichncten^aumarten,unter andern einer Fichte mit eßbarer Frucht. Zu den Ebenen istgroßer Holzmangel. Vorn la Plata südlich ist kein Baum, selbst Ge-büsch ist selten, und man brennt hier Disteln, Knochen und Thierfett.Schilf mächst in den Gewässern 1 F. dick, so daß man es mit Lederüberzogen schon zu Kanonen gebraucht hat. Die südlicheren Gegendenhaben Reis, Taback, Mais und anderes Europäisches Getreide,besonders Weizen und Gerste, und Gemüse, Haüf und Flachs;aber der Ackerbau wird in den, wo Bewässerung nicht fehlt, so frucht-baren Gegenden, mit der größten Nachlässigkeit getrieben; man kenntkaum die einfachsten Geräthe. In W. ist ziemlich starker Weinbau.Mischen gedeihen sehr gut, andere Europäische Obstbäume liefernschlechte oder gar keine Frucht. Das wichtigste Product haben diePampas: Millionen wilder und zahmer Pferde und Rinder, jenemehr in S., diese besonders in R. des la Plata vom 30° an gegenS. Daher kommt es, daß Fleisch in diesen Gegenden wohlfeiler istals Brot; denn während man Rinder und Pferde mehr der Haut unddes Fettes, als des Fleisches wegen tobtet, versorgt Nordamerika diesLand mit Mehl. Alle diese Thiere, welche in großen Heerden halbwildunter Aufsicht ebenfalls halbwilder Hirten in den grasreichen Pampasleben, oder auch ganz frei zu Tausenden umherstreifen, stammen voneinzelnen Europäischen Individuen ab, die im XVI. Jahrh, von denSpaniern hierher gebracht wurden. Sie liefern die HaupthandelswaaredeS Landes: Häute, Pferdehaare, Talg, Hörner und Fleisch.Die wilden Pferde und Rinder leben nur da, wo sich Salz in Ge-wässern oder der salzige Lehm, Barrero, findet; Gegenden, wo diesnicht ist, sind ganz von ihnen verlassen, da das Lecken des Salzesihnen ein unentbehrliches Bedürfniß ist. Maulthiere, Schweine,Schafe und Ziegen, letzter« beide unter Aufsicht großer sehr ge-schickt abgerichteter Hunde, OveseroS, werden viel gehalten. Außer-dem finden sich hier die meisten S. Amerikanischen wilden Thiere, derJaguar, Kuguar, das Stinkthicr, Chinchilla (tschint-schilja), das Gürtelthier oder Zorillo (ßoriljo), der Ameisen-fresser, Affen, Hirsche, der Tapir, Tayassu (Nabelschwcin),eine Art Mnrmelthier oderErdeichhörnchen, (Biscacho (bis-katscho), welches in den Pampas in zahlloser Menge seine Höhlengräbt, die dem Reiter gefährlich sind, wilde sehr reißende Hunde, derKaiman, der Amerikanische Strauß, Geier (Kondor im Ge-birge, Aura in der Ebene), viele Kröten, wenig Schlangen, unddie Plage vieler tropischer Länder, giftige Spinnen, viele und sehrquälende Wanzen (Benchuca (bentschuka), Flöhe, Muskitosund Tschiken (Niguas), auch Termiten und Zugh euschrecken.Bienenzucht ist in den W. Provinzen sehr wichtig; eine Dienenartbereitet betäubenden oder völlig giftigen Honig. Das Guanaco unddie Bicunna leben im N. Hochgebirge. An wildem Geflügel, be-sonders Raubvogeln, ist das Land sehr reich, so wie das Meeran Fischen, Wallfischcn, Seeelefanten und Seelvwen;