Band 
Zweiter Theil.
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419
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Brasilien. 419

I. Provinzen an der Küste von N. nach S.

1) Rio Grande do Sul de Sän Pedro. Nordgränze istder Tguazu, durch die Bergkette do Tape vom Uruguay, derhier auch seine Quellen hat, getrennt. In S. große Lagune delos Patos, deren Abfluß de: Rio Grande. Die Küste ist einigeMeilen weit bloße Sandebene mit hohen Dünen beseht. Große Rin-derheerden.

Hauptstadt Porto Allegro unweit der Lagune de los Patos am Ia-cuy, 6 bis 7000E- In der Nahe die Deurschc Colvnie Leopoldinia. —Sän Pedro do Sul oder Rio Grande an der Mündung des Rio Grande,2000 E. Hafen. Fruchtbare Umgegend.

2) Santa Catalina, Insel an der Küste von Rio Grande,wo die Stadt Sän Antonio, 3000 E. Schöner Hafen, starkerWallsischfang.

3) Sän Paolo. Gränze in W. der Parauä, der hier dengroßen Wasserfall la Guayra bildet, in S. der Vguazu; im In-nern der Ti ete, Panapapema, LuiS, Nebenflüsse deS Parana.Goldreiche Gebirge im Innern. Die Küstenflüsse Werde und Ti-bigi (dschi) enthalten Gold und Diamanten.

Hauptstadt Sän Paolo an der Quelle des Ticke, 30,000 E- Waffen-schmiede. Durch das Küstengebirge, über welches jetzt eine schone Kunst-straße führt, davon getrennt ist die Hafenstadt Sanros, 7000E. Vor der-selben die Sr. Vincent, wo die älteste Portugiesische Niederlassung war.Nördlicher die Stadt Sc.Sebastian, 4500E. und die Insel gl. N-— Dasschöne Thal picada (pißada).— Sän Francisco, Hafen in S. WichtigerHandel mit Schiffsbauholz.— Iguape, Hafenstadt, 6500E- Reisausfuhr.Sorocaba und Luririba, 12,000 E- — Das große Eisenwerk S. Ioao(dschoa—ung) de Ipanema.

4) Rio Janei ro. Gränze in N. und W. ist der KüstenflußParahyba. Kleine aber höchst fruchtbare und reizende Provinz.

Hauptstadt gl. N., zugleich Hauptstadt des ganzen Reiches, 2I0,000EViele Befestigungen umgeben diese hübsch gebauetc Stadt, die auf einerAnhöhe am Meeresufer liegt, dessen Busen einen der schönsten bekanntenHafen bildet, der durch die Festungen Santa Leu; und Sän Ioao(dschea—ung) und zwei Felseninseln vertheidigt wird. Herrlich sind dieUmgebungen dieses großen Wasserbeckens. Große Wasserleitung vom BergeLorcovado (— 2200F.) her. Das schönste Gebäude der Stadt ist dasehemalige Jesuitencvllcgium; das Schloß ist nicht ausgezeichnet; schönerDom und viele große Kirchen und öffentliche Gebäude, unter andern die1820 crbauctc Börse und ein prächtiges Theater. Findet- und Waisen-häuser, Klöster- Große Bibliothek, Akademie der Künste; Militairakade-mie, Sternwarte, Gymnasium. Die Zucker-, Leder- undBaumwollfabri-ken, Rumbrennereicn, Thransicdcrcicn, Edelstcinschleifcrcicn sind nicht un-

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