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Südamerika.
schiffbar sind, ist völlig gesund, und auch in den niederen Gegendenvermindert sich mit dem fortschreitenden Anbau die Schädlichkeit derLuft sehr merklich; jedoch herrschte 1806 das gelbe Fieber in S.stark.
Auch hier finden wir denselben Zustand der Bevölkerung, wie in denNacharländern. Eine Menge wilder Indianer Stämme in völligerRohheit und Unabhängigkeit, meistentheils von geringer Kopfzahl an derKüste und im Innern, z. B. die Karaiben in N„ eine der berühmtestenVölkerschaften, die GalibiS, Arrowaks, Worraus u.a. Schonum 1590 siedelten sich Niederländer hier an; 1634 gründeten Eng-länder die erste Niederlassung, die späterhin den Niederländernüberlassen wurde, auch Franzosen, Portugiesen und Spanierließen sich hier nieder. Die Besitzungen der beiden letzten Völker ge-hören jetzt zu Brasilien und Kolumbien und ein bedeutender Theil derNiederländischen Besitzungen wurde 1814 an England abgetreten.Der Anbau des Landes beschränkt sich nur auf einzelne Küstengegen-den; das Innere ist noch sehr unbekannt. Die Zahl aller E. in denColonien beträgt jetzt etwa 250,000, unter denen wenigstens 160,000Negersklaven und vielleicht kaum 20,000 Europäer, einige Tau-send Indianer, Mulatten und Mestizen sind; jedoch verringertsich bei dem gänzlich verbotenen Negerhandcl die Zahl der Sklavenmit jedem Jahre und erreicht jetzt obige Zahl nicht mehr. Merkwürdigsind die in den dicken Wäldern und den Gebirgen des Innern leben-den Maron Neger, d. h. entlausen- Sklaven, die gleichsam eineneigenen Staat bilden und durch Plünderungen den Colonien lästigwerden, so daß man schon ordentlich Krieg gegen sie führen (einer derletzten blutigen Kämpfe war 1770), und da die Verfolgung derselbenunmöglich war, förmliche Verträge mit ihnen schließen mußte.
I. Englische Besitzungen. Sie sind die nördlichsten undbegreifen 40 bis 50 M. der Küste mit sehr verschiedener Ausdehnungnach dem Innern zu, im Ganzen etwas über 400Q. M., vorn Esse-qnebo und Demerara bewässert, durch den Corantin von denNiederländischen Besitzungen getrennt. E. — 147,000, unter denen92,000 Sklaven. Die Europäer sind meistentheils Holländer, die sichhier zuerst niedergelassen hatten. Im Frieden von Amiens gab Eng-land, diese schon 1796 eroberte Colonie zurück, bemächtigte sich ihreraber wieder und behielt sie. Das Ganze ist in 2 Gouvernements ver-theilt, deren Verfassung mit der im Englischen Westindie» völligübereinstimmt. Kaffee, Zucker, Rum und Baumwolle sind dieHaupterzeugnisse dieser wichtigen Colonie.
In dem Gouvernement Essequebo und Demerara, 113,000 E.(71,000 Sklaven), ist derHauptvrtScabroek (bruk) am Demcrara, 9600L.,unter denen 5000 Sklaven. Sitz des Gouverneurs. — .Im Gouvcrne-menr Berbice, 34,000 E- (2l,ooO Sklaven) ist die Stadt Neuamsterdamam Bcrbiee. Außer diesen Städten giebt es noch einige Forts, z-B- Nas-