Band 
Zweiter Theil.
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Amerika. Westindien.

wird viel bereitet und der Fischfang auf den vielen Untiefen ist wichtig.Schon 1666 legten die Engländer hier Niederlassungen an und lange wa-ren die Inseln ein Hauptsitz der Flibustiers deren einer sich 1690 zumKönige machte. Nachdem die Franzosen 1703 die ganze Cvlonie zerstörtund ganze Schaarcn von Seeräubern darauf sich hier angefunden hatten,nahmen sie die Engländer 1718 in ordentlichen Besitz. Im Nordameri-konischen Freiheitskriege ließen sich viele Anhänger der Krone (Lvyalistcn)aus den Vereinigten Staaten hier nieder- Die größte Insel Dahamajn N- — l6zQ-M- ist unbewohnt, auch Lucayo oder Abaco, die dane-ben liegt, wohin sich im Nordamcrikanischcn Freiheitskriege viele Royali-stcn flüchteten, hat wenig Einwohner. In der Mitte liegt providence

— 8Q-M- 8000E. Sie ist der Sitz des Statthalters, der, wie in allenBrittisch Amerikanischen Cvlvnien, ein Ober- und Unterhaus mit großenRechten neben sich hat und die Person des Königs rcpräscntirt. Haupt-ort und Hasen Fort Nassau, 6200 L-— Andres (nicht Andres) an derGroßen Bank, unbewohnt.— St. Salvador, Suanahani oder Lar Is-land — 16Q-M- in W. Erste von Cvlumbus 1492 entdeckte Insel.—In Porr Howe (haue) Landungsplatz des Cvlumbus.— Lrooked Island(kruhk'd eiland) mit der Stadt pirrsrown (taun).— Großinagua, eineder bedeutendsten Inseln.— Die kleinen Eaicos und Türken Inseln, diesüdlichsten des Archipelagus, reich an Seesalz.

2) -HIamaica (17z — 18z° N.) -- 270 Q-M 400,000 T- unter denen340,000 Sklaven. Sie ist, wie fast alle Antillen, ein von flacheren, abernicht immer ebenen Ufern umgebenes Gebirgsland, dessen höchste Spitzen

— 7500 (nach Anderen 8000)F., fruchtbar und gut angebauet, daher eineder wichtigsten Cvlvnien. Schöne Gebirgsgegenden mit Wafferfällen undmannigfaltigen Waldbäumen geschmückt. DcrBlackrivcr (riwwer) ist dereinzige schiffbare Fluß. Das Uferland liefert reiche Zuckererndten (gegen200Mill. Pfd. und 30Mill. Quartier Rum), die niedrigen VerggegcndcnRaffee (25 bis 30 Mill. Pfd.); auch Piment, Ingwer, Baumwolle undIndigo werden gebauet. GrvßerRcichthum an Mahagoniholz; außerdemliefern die Wälder Fustik-, Roth- und Lampecheholz. Der Drorbanmder Südländer ist hierher verpflanzt. Blei ist das einzige Metall der In-sel; es giebt Salz- und warme Quellen. Starke Viehzucht. Jamaicaerhielt um 1512 die ersten Spanischen Cvlvnisten; durch einen Vertragmit der Krone ward es 1545 Eigenthum der Nachkommen des Lolumbusund fiel durch Erbschaft an das Portugiesische Haus Braganza, dem es1640 von der Spanischen Regierung genommen wurde. Seit 1655 istJamaica Englische Besitzung, die bei der Eroberung nur 3000E. hatte.—Die Hauptstadt ist SanIago de laVega oder Spanisch Town (spcnischtaun) in S. ,5 bis 6000 E. Sitz des Gouverneurs, des Parlaments,welches aus dem Rache oder Dberhaufc (12 vvm König gewählten Mit-gliedern) und der Assembly (43 Repräsentanten) besteht, und der Gerichts-höfe.— Ringst»» ist jetzt die wichtigste Stadt der Insel, 33,000E- Schö-