Band 
Zweiter Theil.
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Englische Inseln. Bahama.

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man hatte um den Schleichhandel (besonders seit der Befreiung derNiederlande mit deren unternehmenden Schiffen) zu hemmen, sogaralle kleinen Küstenstädte zerstört und die E. ins Innere gedrängt. ESfolgten bei dem Sinken der Spanischen Macht feindliche Unternehmun-gen anderer Seemächte, Kapereien und, was vor Mein die Coloniendem Untergänge nahe brachte (1630 bis 1714), das Raubsystem derFlibustiers (Europäische Seeräuber, die zuletzt einen förmlich orga-nisirten Raubstaat bildeten), durch welche jedoch auch auf mancher In-sel der Grund zur ersten Colonisation gelegt und der Anfang mancherEnglischen und Französischen Niederlassung gemacht wurde. Erst imXVII., besonders aber im XVIIl. Jahrh., nachdem auch andere Eu-ropäische Mächte ansehnliche Inseln erwarben, wurde man auf dieWichtigkeit dieses Theils Amerikas aufmerksam und seit etwa 100Jahre» beginnt die neue Blüthe dieser Solonien, die sich die Europäi-schen Seemächte immer einander zu entreißen suchten und die schonmehrmals Veranlassung zum Kriege unter ihnen wurden. Spanienbesitzt die größte Insel, England die meisten und durch ihre Pro-dukte wichtigsten. Unbedeutend ist das Gebiet der Holländer undDänen, noch geringer das der Schweden; Frankreich hat seineehemals so wichtigen Inseln fast alle eingebüßt; nur eine Insel gehörtdem Freistaate Kolumbien. — Eintheilung:

I. Die Bahama Inseln. II. Die großen Antillen:Kuba, Haiti, Jamaica und Portorico. III. Die kleinenAntillen, welche alle anderen Inseln in sich begreifen und sich inInseln über dem Winde (von Portorico bis Tabago, nach Eng-lischem Sprachgebrauch bis Martinique) und Inseln unter demWinde (an der N. Küste von Kolumbien) theilen*).

Englische Besitz»ngen — 700 Q. M. 750,000 E., unterdenen 620,000 Sklaven.

1) j-Die Bahama Inseln**) — 257Q-M- 16,0l>oE. Es sind ihreran 500, unter denselben aber nur etwa 12 von einiger Bedeutung; dieübrigen sind meistcntheils bloße Klippen und die wenigsten haben E., diesogar aus einigen der größeren fehlen. Sie bilden die nordwestlichste Gruppeund erstrecken sich auf einen Raum von 30M- Länge- Gefährliche Sand-bänke, z. B- die Große und Llcine Bahama Bank, jene der Insel Kubagegenüber, von welcher sie durch den Alren Bahama Ranal getrennt ist,diese zwischen den N. Inseln, umgeben und verbinden mehre derselben.Kalkfels ist allethalben der Grund, nur spärlich mit Erde bedeckt und da-her nicht fruchtbar, jedoch wird Baumwolle sehr stark gebauet; nicht be-deutend ist dagegen der Anbau der übrigen Cvlvnialprvducte- Seefalz

') Die gewöhnlich hier aufgeführten Bermudas können ihrer großen Entfer-nung wegen nicht zum Westindischen Archipelagus gerechnet werden.

**) Die mit einem ch bezeichneten Inseln sind zugleich Hauptinseln der gleich-namigen Gouvernements oder Unrergouvernements.