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Engl. Inseln. Kleine Antillen.
1763. Ein Vulkan im Innern tobte 1812 schrecklich und bedeckte die Fel-der zum Theil 2 bis 3 Fuß hoch mit Asche. Die Hauptstadt ist Dingston.
12) Grenava, südlich von St.Vincent — 8;Q-M- 28,000E. (24,500Sklaven)/ 1650 von Martinique aus mitFranzösischen Andauern versehen/1762 von denEngländcrn erobert. Vulkanisches hvhesGebirge im Innern.Bemerkenswert!) ist ein Felsen an der Küste, der Springer, von dem sichdie letzten von den Franzosen hart bedrängten Karaibcn ins Meer stürzten.Unter den Produkten ist die Purpurschnecke, deren weißer Saft eine un-auslvschbare rothe Farbe giebt. Merkwürdige Verwüstungen der Ameisen1770 bis 1780. Die Hauptstadt ist Georgetown (dschordschtaun), 8 bis10,000E.— Zwischen Grenada und St. Vincent liegt eine kleine Insel-gruppe, die Grenadillen oder Grenadinen — 3Q-M. 1300 E-, größtcn-thcils wasscrlosc Klippen ohne E. Die größten sindLariacou, — H Q.M.,Bequia, Union und Lannane
13) Tabago, südöstlich von Grenada ^ 6 Q-M- 15,560 E. (13,000Sklaven). Die Gebirge sind ihrer Beschaffenheit nach ganz verschiedenvon denen der übrigen Antillen, dagegen mit denen in Trinidad, vondem diese Insel durch einen 5M. breiten Kanal getrennt ist, und demfesten Lande übereinstimmend. Der versuchte Anbau des Zimmt- undMuskatbaums ist wieder aufgegeben- Baumwolle und Zucker sind Haupt-prvducte. Keine Insel hat solchen Wechsel der Herrschaft erfahren alsTabago. Schon 1632 ward sie von Niederländern besetzt, die bald von Spa-niern vertrieben wurden, aber 1654 neue Niederlassungen gründeten- Siewurden 1655 von einer Deutschen Cvlonie beeinträchtigt, die der Herzogvon Durland hierher sendete. Engländer und Franzosen eroberten dieInsel wechselweise und letztere führten 1677 alle E. weg, so daß die Inselvöllig verödete. Erst nach 1748 gründeten die Franzosen daselbst eineCvlonie, traten die Insel aber 1763 an England ab, besaßen sie aber wie-der von 1783 bis 1814. Hauptstadt Scarborough (skarborof).
14) Trinidäd, die südlichste und größte der kleinen Antillen, — 81Q-M- 48,000 E- (24,400 Sklaven). Sie liegt vor dem Busen von Pariaund ist von, festen Lande in N. durch die gefährliche Meerenge Bocca deDragos (Drachenmündung), inS. durch die Docca di Serpenre(Schlan-genmündung) getrennt. Trinidad und Tabago liegen beide außer dem Be-reich der verheerenden Orkane und sind daher sichere Stationen der Flot-ten- Das Gebirge dieser Insel ist ein Glied der großen Kette an derN-Küste von Kolumbien, die sich bis nach Tabago erstreckt, las Luevas
2500 F.; der steile Tamanaa mitten in einem Sumpfe; dichte Wal-dung im Innern. Schlammvulkane. Bemerkcnswerth ist ein See, i M.im Umfange, auf dessen Oberfläche schwimmende Inseln von Erdpcch,deren Größe sehr veränderlich ist. Sehr fruchtbarer Boden, dessen Culturund Bevölkerung unter der Englischen Herrschaft sehr zugenommen hat.Zucker ist Hauptprvduct;. außerdem hat man Zimmt, Muskatnüsse undGe-ivürznäglcin, Taback, Baumwolle, Kakao, Kaffee, Ingwer, Indigo, rothe
Bvlger's Handb. 2r Thl. 3te Aufl. 28