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Australien.
aber auf dem Festlande erreicht die Hihe einen hohen Grad. Regel-mäßigen Ostpaffatwind bemerkt man besonders zwischen 16 und 24° R.;südlicher ist der Wind unbeständiger. Ganz in S. sind schon rauheWinter.
Über die Producte können wir bei dem Mangel an Kunde vomFestlande noch gar kein allgemeines Urtheil fällen. Bis jetzt hat mangroße Armuth des Mineral- und Thierreichs gefunden; namentlich vonGold und Silber kaum eine Spur, dagegen hin und wieder Kupferund Eisen; von Steinen giebt es natürlich mannigfaltigere Arten,verschiedene Edelsteine, Kalk, Bimstein u. a., ferner Steinkohlen; auchSteinsalz und Salzquellen. Die kleineren Inseln sind in der Thatan Thieren arm; von vierfüßigen Thieren hat manche gar keine Arten,andere nur Schweine, Hunde, Fledermäuse und Ratten, dasFestland dagegen hat uns schon mit verschiedenen ganz neuen Gattun-gen und Arten bekannt gemacht, unter denen daS Kängnru undSchnabelthier die merkwürdigsten sind. Robbenarten sind in eini-gen Gegenden häufig und Wallfische in S. in Menge. In verschie-denen Gegenden sind Europäische Hausthiere einheimisch gemacht undgedeihen gut, zum Theil verwildert wie in Amerika. An Geflügel istkein Mangel, auch das Huhn ist einheimisch. Sehr reich ist diePflanzenwelt, die sich hier im milden Klima und fruchtbare» Bodenin voller Üppigkeit entfaltet; vor allen wichtig ist der nützliche Brot-baum, der jedoch auf dem Festlande nicht zu sein scheint. Palmenund Pflanzen mit eßbarer Wurzel, als Jams, Bataten u. a. sind inÜberfluß vorhanden, selbst Gewürze auf einigen Inseln, Baum-wolle, vorzüglicher Neuseeländischer Flachs, das Tikholz,der P apiermanlbeerbaum, Kasuarinaholz, Zedern, Fich-ten, Bambus, Zukkerrohr und viele andere durch eigen-thümliche Gestalten ausgezeichnete Pflanzen, besonders auf dem festenLande.
Die E. dieses Erdtheils sind in O. Malaiischer Art, zumTheil dem Kaukasier an Farbe und Gestalt äußerst nahe, in W. vomNegerstamme, beide in mannigfaltiger Abstufung. Alle waren beiAnkunft der Europäer völlig wild, jedoch in sehr verschiedenem Grade;einige, namentlich die Neger des Festlandes, in thierischer Rohheit,andere nicht ohne Spuren von einer Cultur, sanften Gemüths undwenigstens für Bildung sehr empfänglich. Ihre Religion ist meistbloßer Fetischmus, höchstens roher Naturdienst, und Menschenopfer, jaMenschenfresserei, weit verbreitet; dabei große Kunstfertigkeit, überhauptbei Vielen treffliche Anlagen und unverdorbene Natur, jedoch auchHang zu Ausschweifungen und Falschheit. Europäische Cultur undChristenthum haben auf einigen Inseln in 30 Jahren bewunderns-würdige Fortschritte gemacht, während in anderen Gegenden freilichnoch alle Versuche dieser Art gescheitert sind. — Schon im XVI.Jahrh, wurden einige Inselgruppen entdeckt und von den Spaniernin Besitz genommen, im XVII. Jahrh, besuchten Niederländische Erd-umsegler Spilbergen, Schonten (schauten), le Maire,TaS-