Band 
Zweiter Theil.
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Einleitung.

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eine ganze Inselgruppe und in S. hat man noch unter 55° Inselngefunden. Die Scheidungslinie zwischen den Indischen Inseln undAustralien zieht man in O. der Molukken, der äußersten ehemals vonEuropäern besuchten Inselgruppe dieser Gegend. Sehr ungewiß ist derFlächeninhalt des ganzen Erdtheils; zn mehr als 170,000 Q.M. kannman ihn sicher annehmen. Nicht zehn Inseln haben eine größere Flächeals 100, die meisten noch weit unter 10Q.M. Das Festland kennenwir nur an den Küsten, und die größeren Inseln überhaupt sind imInnern noch unerforscht, daher läßt sich über Boden und Gewässer imAllgemeinen so wenig Zuverlässiges sagen. Die kleineren Inseln ver-danken zum Theil ihre Entstehung vulkanischen Kräften und in ver-schiedenen derselben sind noch jetzt Bulkane thätig; viele dagegen sindauf Korallen gegründet und nirgend finden sich so ausgedehnte undgefährliche Korallenriffe als hier. Höchst interessant ist es, die Naturbei der Bildung der Koralleninseln, hier noch gleichsam in der Arbeitbegriffen, beobachten zn können. Hat der Bau der Korallenthiere, dieimmer nur auf Felsengrund ihre Arbeit beginnen, die Oberfläche deSMeeres erreicht, so bauen sie nicht höher, sondern dehnen sich in dieBreite aus Auf der stets unebenen Oberfläche ihres Baues sammeltsich leicht Sand und Schlamm, zunächst am äußeren Rande derKorallengrundlage; dadurch entstehen ring - oder halbringförmige In-seln, deren Mitte viel später zu festem Boden wird und stets eine Ver-tiefung bildet, die man selbst auf den schon vollkommen ausgebildetenInseln theils als See, theils als sumpfige Niederung noch deutlicherkennt. Pflanzen erscheinen auf dem neuen Boden zuerst; Vogellassen sich bald darauf nieder; die vermodernden Pflanzen erhöhen nachlind nach den Boden, Wöget tragen vielleicht den Samen andererPflanzen herbei; es zeigen sich auch Bäume, und zuletzt nimmt derMensch von der neuen Schöpfung Besitz. Aus dieser Art der Entste-hung erklärt sich auch der oft gänzliche Mangel an Sängethieren aufvielen solcher Inseln. Bemerkcnswcrth ist es, daß dieser Inselbau sichnur in O. zeigt, wohin er sich vielleicht noch immer weiter ausdehnt;je weiter gegen W., desto vollkoinmner scheinen Land, Producte undEinwohner. Große Gebirgsketten (Alpen) finden sich auf einigen In-seln; denn in Neuseeland istderEgmont — 14,700F., anf den Sand-wich Inseln der Manna Rua — 13,500 F.; auf dem Festlande hatman bis jetzt erst Berggipfel von 6500 F. Höhe gefunden. GroßeFlüsse können nur auf dem Festlande sein; aber auch dort hat mannoch keinen kennen gelernt, welcher der Elbe gleich käme, eben sowenig sind große Landseen bekannt. Die Hypothese einer von S.ausgegangenen Erdrcvolution findet in der Gestalt, Zerstreuung undBeschaffenheit der Inseln Bestätigung. Der Zusammenhang einesehemaligen Continents, von dem die jetzigen Inseln nur Trümmerzu sein scheinen, mit S Asien scheint auch durch die Ähnlichkeit derorganischen Natur bestätigt zu werden. Das Klima ist allethalbenmild und manche Inseln genießen in der That einen immerwährendenFrühling. Die geringe Größe der meisten setzt sie selbst in der Nähedes Äquators dem völligen Einflüsse der kühleren Seeluft aus;