Band 
Zweiter Theil.
Seite
448
JPEG-Download
 

448

Australien. Negerländer.

Land wahrhaft reich geworden. Die meisten Waldbäume sind stetsbelaubt; sonderbar ist die Eigenthümlichkeit verschiedener Baumarten,daß sie ihre Rinde wechseln. Einheimisch sind hier verschiedene Pal-menarten und vielerlei durch schönes hartes Holz. Harz, Färbestoffoder Rinde nutzbare Bäume in ganzen Wäldern, der Kasuarina-baum, viele Gummibäume (Ducslyptus, darunter D. Aloünlusbis 150F. hoch) und Akazien; wenig Bäume mit genießbarer Frucht,so wie überhaupt wenig Nahrungspflanzen; jedoch der Jams undAron; schöne Blumen; eine Art Muskatnuß,,aber ohne Geschmack,wilder Flachs, Taback, Indigo, viele Futterkräuter,wilde Beeren. Bon ausländischen Pflanzen gedeihen Südfrüchte,Oliven, Mandeln, Maulb eeren sehr gut, nicht so EuropäischeO b st-art en; Weinbau beginnt schon und giebt ein gutes Getränk; Pisangkommt im Tieflande im Freien fort, aber Ananas nur aus bedeck-ten Beeten; das Hochland liefert besonders schöne Stachel- und Jo-hannisbeeren; Himbeeren wachsen wild; Getreide und Kar-toffeln werden zweimal jährlich geerndtet; im Tieflande bauet manviel Mais, im Hochlande mehr Erbsen. Im Thierreiche, in demsich kein Wildbrett findet, steht das hier allein entdeckte Schnabel-thier und Känguru oben an, außerdem giebt es verschiedene Beu-telthiere, eine wilde sehr reißende Hundeart (Dingo), das ein-zige Thier, welches den Schafheerden nachstellt, eine Hiänenart mitbeutelartiger Haut am Unterleibe, den Schakal, Ameisenbär,fliegende Eichhörnchen, eine kleine Bären art, das Stachel-schwein und mancherlei rattenartige Thiere. Unter den Vögeln istder Emu (eine Art Kasuar) der größte; zu bemerken sind fernerReiher, Eulen, Gänse, schwarze Schwäne zu Hunderten,weiße Adler, kupferfarbeneWachteln, die prächtigeMänura, weißeWasserhühner, schwarze Papageien und überhaupt manche durchFarbe und Form auffallende Thierbildungen. Pinguine und andereSeevögel sind in großer Menge, besonders der Sturmvogel in un-glaublichen Zügen, auch wilde Puter und eine Art Kolibri findensich hier, so wie die Indianische Schwalbe, deren Nester die In-dischen Malaien aufsuchen. Die Seeküste besonders weiter gegen S.enthält eine Menge Robben verschiedener Arten, darunter auch denSeeelefanten. Ferner giebt eö Schildkröten sehr viel, darunterauch eine grüne Art, den Allig ator und verschiedene Gattungen von sehrgiftigen Schlangen; unter lehtern auch blaue. Das Meer ist reichan Walisischen, besonders in S.; daher wichtige Thranausfuhr.Unter den mancherlei Seethieren findet sich auch die Riesenmusch el,selbst Spuren von Perlmuscheln, eßbare Mollusken (Holothn-rien, als Leckerei nach China gebracht), Austern und ein großer Reich-thum von Seefischen, unter denen auch der Hai und ungeheureRochen. Eine sehr große Spinnenart, auch Skorpione; vielequälende Jnsecten, die besonders für das Bieh eine große Plage sind,und Schmetterlinge, zum Theil sehr schön, deren Raupen oft vieleVerwüstungen anrichten, weiße Ameisen. Wichtige Mineralprvductehat man außer den gewöhnlichen Stein- und Erdarten »och eben nicht

entdeckt;