Ncuholland.
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entdeckt; jedoch giebt eS viele Steinkohlen und Steinsalz; tie-fer im Innern sind reiche Salzflüsse; ferner hat man schönen Thonund im Gebirge herrliche Topase. Won Wlei, Zinn und Kupferfinden sich Spuren, Eisen scheint in Menge und besonderer Güte vorhan-den zu sein; aber kein Metall wird gewonnen; neuerlichst ist auch Silber-erz entdeckt. Kalk brennt man, da nicht allethalben der Stein dazubricht, in einigen Gegenden aus Muscheln, die sich dort in ungeheurenLagern in der Erde finden. Die Europäer haben unsere Hausthierehierher gebracht, und fast alle gedeihen vortrefflich. Pferde werdenschon ausgeführt und in Ostindien theuer bezahlt. Rinder sind zumTheil schon in Wäldern verwildert und in ziemlicher Anzahl; dieSchafe liefern eine vorzügliche Wolle, welche ein Hauptausfuhrartikelist; schon gehen jährlich 2 Mill. Pfund nach England.
Die E. dieses Theils von Ncuholland sind theils Eingeborne, theilsEuropäer- Jene sind negerartig, von schwarzbrauner Farbe, schmächtigemWüchse, sehr häßlichem Gesichte und schwarzen Haaren, ganz verschiedenvon den Bewohnern benachbarter Inseln. Sie sind roh, fast noch thierisch,tief unter dem Hottentotten; ohne Kleidung, aber nicht ohne Putz (Zähne,Gräten, Hundeschwänze, rothe Erde, Tättvwircn), und ohne feste Woh-nung leben sie in Felsenhöhlen oder in Hütten von Baumrinde, die aberkaum diesen Namen verdienen, nicht stamm-, sondern familicnweis; ihreNahrung ist Fleisch der erlegten Thiere, Wurzeln und wahrscheinlich Alles,was nur genießbar ist, aber von Ackerbau findet sich keine Spur; jedocharbeiten die in der Nähe der Englischen Besitzungen wohnenden schon aufden Ackern der Cvlvnisten. Von einem höheren Wesen haben sie nurschwache Ideen, glauben aber an Fortdauer nach dem Tode; auch giebt esZauberer unter ihnen. Ihre Zahl ist nirgend bedeutend, da beständigerKampf unter ihnen Statt findet. Gegen Europäer haben sie sich anfangsimmer feindlich bewiesen, stehen aber jetzt mit diesen in friedlichem Ver-kehr. Die Versuche, sie zu bilden, sind bei Erwachsenen stets fehlgeschlagen;dagegen hat man Schulunterricht mit Erfolg bei den Kindern angewendetSie leben zerstreut, haben aber doch Häuptlinge, deren Ansehen sehr ge-ring ist.
Wir kennen nur den südlichen Theil dieser Küste, wo schonseit fast 50 Jahren eine merkwürdige Europäische Niederlassung ge-gründet ist, die sich besonders seit den letzten 15 Jahren schnellselbst im Innern ausgebreitet hat, Im Jahre 1787 beschloß die Eng-lische Regierung einen Punkt dieser Küste Verbrechern zum Aufenthalteanzuweisen, um durch sie Anbau des Landes und durch Thätigkeit und strengeAufsicht bei den Verwiesenen selbst Besserung ihres Lebenswandels zubewirken. Arthur Philipps landete 1788 mit 1011 Menschen,unter denen 756 Verbrecher in Port Jackson, da er die anfangszur Niederlassung bestimmte Botany Bai dazu nicht passend fand,und gründete die Stadt Sidney (sidni) Cove. Groß waren dieSchwierigkeiten, die sich der ersten Anlage von Seiten der Ein-gebornen, besonders aber durch die Schlechtigkeit des hierher gebrachtenV-lger's Handb. 2r Thl. 3te Aufl. 29