Band 
Zweiter Theil.
Seite
453
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Neuhollanv.

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Küstenstriche und Sidney liegen die herrlichen Ebenen von Dongal, hoheGebirge und die Flüsse Hume (juhm), Grven und Goulburn (gvllbörn).Weiter westlich unter 14g» 45^O-, auf ttuyrs Land, ist 1827 eine Colo-nie in Port Rafflcs (raffels) gegründet; eben so in Georgs Port beimLöwin Vorgebirge (1825) und auf der Insel Philip (1828).

o) An der Westküste. Hier ist 1828 eine Cvlvnie freier Anbaueram Schwanenflusse in Edcls Land (33° S.) gegründet, über deren Au,stand bislang nur widersprechendeNachrichten bekannt geworden sind. Dereinzige Hafen dieser Gegend ist Lockbnrn Sund (32" 15< S- 133° 15^ O)südlich vvm Schwancnflusse, der durch die Buache (büasch) oder GardenInseln ;u einem sicheren Ankerplätze gemacht wird. Zwischen dem Hafenund dem Flusse liegt die fruchtbare Insel Rarrennest. Gages Roads(gchdfchis rohds), eine Bucht, in welche der Schwanenfluß sich ergießt, isteine bloße, nicht gegen NW. Winde gesicherte Rhede. Die Küste erhebtsich S bis 6M- im Innern zu einer 1200 bis 3000F. hohen Bergkette(Darlings Gebirge), die bis zu dem etwa 40M. entfernten Lap Löwinund wahrscheinlich nach dem östlicheren Georgs Sund läuft, wo «ine Cv-lvnie gegründet ist. Viele kleincFlüssc kommen von den Bergen; die ein-zigen von Bedeutung sind der Schwanenfluß (mit dem Lanning- undHelenenflusse), der aber auch nur 15 M. lang ist und den 2 M. langenSee Melville warer bildet, den Lefchenauir und Vasse, welche beide17 und 22 M- in S- des ersteren in die Geographen Bai fließen- Eingroßes Hinderniß des Anbaus ist der Mangel an Häfen in dieser Gegend,denn der erste in N- des Schwanenfluffes ist die gegen 100M- entfernteSharks (d. h Haifisch) Bai (26° S-). Die Lust ist stets höchst milde,der Boden fast allcthalben des Anbaus fähig mit vielen Quellen und Bä-chen. Schon sind einigcPunkte zur Anlage von Städten bestimmt: perrham Schwancnfluße, 2M. vor seiner Mündung, an welcher die Nieder,lassung Freemaiitle liegt, Guilsord an der Mündung des Helcnenflusscs.Die Zahl der E. belief sich 1830 auf fast 1300 und schon beginnt derSeehandcl. Zu den hier einheimischen Produkten gehört Seife aus derNuß einer Palmenart, Gelbhvlz, Gummi und Flachs. Rinder, Schafeund Schweine kommen sehr gut fort.

Im Jahre 1830 machte man die wichtige Entdeckung, daß im in-nern östlichen Hochlande der Fluß LNurray, der den Darling und Muc-rumbidgec aufnimmt, sich in einen 15 M. langen See ergießt, der in derEneounrcr (kaunter) Bai ins Meer fließt. Bemcrkenswerth sind aberauch die von entlaufenen Matrosen gegründeten Seeraubercolonien aufden Inseln Länguru, Flinders und Ding, welche, wie andere solcheAnlagen auf den Südsceinseln, das Meer unsicher machen.

Die bekanntesten zum Theil schon benannten Theile der übrigen Küstcn Neuhvllands sind folgende: in N. der große Larpenraria Busen,1628 entdeckt, der in O. von Larpentaria Land, in W. von Arnhem»Land umschlossen wird und die Büsching's u. a. Insel» in sich enthält.