454 Australien. Negerländer.
Die westlich daran gränzende Gegend ist Van Diemens -Land mit der-^„sel Melville. Vvn der Medusen Bai im Golf IosefDonaparre bisLap Mnrar an der Wilhelms Bai längs der ganzen NW. Küste erstrecktsich Dewicc'sLand mit dem Archipel Bonaparre. Vvn dort bis poinreEscarpee in O. folgt Eendrachrs Land, der erste vvn den Niederländern1616 entdeckte Küstenstrich des ganzen Contincnts, wo die Seehunds Baiund in derselben die Halbinsel pcron. Bis zur Insel Louis Napoleonund dem Schwanenflusse reicht Ldcls Land und darauf folgt bis LapNu^rs Löwin Land, die SW-Spitze Neuhvllands, wo die GeographenBai und die Vorgebirge Naruraliste und Löwin. Fast die Halste derS.Küste von Lap Nuyrs bis Lap Adieux begreift Nuycs (neuts) Land.Alle diese genannten Gegenden wurden von 1616 bis 1628 durch Nieder-ländische Seefahrer aufgefunden, aber erst durch Engländer und besondersFranzosen in den letzten 40 Jahren genauer untersucht- Hier ist das Capund der Hafen Georg. Die Osthälfte der Südküstc, die erst seit 1801durch Flindcrs, Grant und Baudin bekannt geworden ist, begreift diedrei Striche: Flinders Land, welches den Busen Donaparte oder Spen-cer, Ioscfine oder Sr. Vincent, die Halbinsel Lambaceres oder Aorkund die Languru oder Decres Insel umfaßt; Baudins Land bis LapNorthumberland; Granrs Land, wo die Rings Insel und Philipps-und Western Port, bis Lap wilson an der Baff Straße*).
H. Inseln. 1) Ban Diemens Land. durch die 20 M.breite, 1798 von Bass und FlinderS entdeckte 30 M. breite BassStraße von der SO. Spitze Neuhvllands getrennt. Seit der erstenEntdeckung 1642 hielt man diese Insel für einen Theil des festenLandes. Sie ist etwa 1200 Q.M. groß, hat meist steile Felsenküste,mehre Bergreihen, die sich im Tafelberge fast 4000F. erheben, undäußerst fruchtbaren Boden. Das Klima ist nicht so warm, als inNeusüdwallis (die höchste Wärme — 21^ R., im Winter dagegen 4°Kälte), so daß Südfrüchte nicht mehr gedeihen, aber für die übrigenEuropäischen Pflanzenarten höchst geeignet. Die großen Waldungenliefern ganz vorzügliches Bauholz, besonders schöne Masten. DieProducte sind im Allgemeinen denen des festen Landes gleich; Mangelau Nahrungspflanzen zeigt sich auch bier. Die Küsten sind reich anRobbe», so wie das Meer au Wallfischen; unter den Landthiereufindet sich auch eine Pant derart. Es giebt ganze Berge von Ei-senerz, auch Kupfer, Steinkohlen, Marmor, Kristall,Karneole, Kalk und Alaun sind vorhanden. Europäische Hans-thiere, besonders Schafe gedeihen herrlich, nicht weniger Getreide,Kartoffeln U. a. Gemüse. Die Insel hat viele kleine Seen undFlüsse, unter denen letztem der Ocrwent und Tamar schiffbar sind.Herrliche Häfen, unter denen der Derwent Hafen sich durch Größe
) Französ. Geographen nenne» die ganze Ostbälfte der Südküste, die abervon Engländern früher entdeckt wurde, Napoleons Land-