einer Wollenmanufactur.
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Einrichtung wegen hier nicht beschreiben. Ein genauer Berichtvon einer solchen Maschine befindet sich in dem öulletin äe I»8ooistä ä'jimcoursAement.
Folgendes ist ein Namensverzeichniß der Arbeiter in einerTuchmanufactur: — Wollsortirer, Worsler (willvers, rvinav-ver»), Krämpler, Kratzer, Anstücker, Vorspinner, Spinner,Schlichter, Weber, Wäscher, Färber, Nopper, Walker, Rauher,Trockner, Scheerer, Senger, Glanzgeber, Presser, Bürster undDampfgeber (8teamer8). Die letztem leiten die Appretur desTuchs in Pressen unter dem Einflüsse eines starken Dampfes.Die Handcauher verdienen wöchentlich 22 Shill-, und obgleich siehärtere Arbeit haben, als die Maschinenrauher, so bekommen siedennoch geringern Lohn als diese, welche eine Extrabezahlung er-hallen, um ihre Pünktlichkeit bei der Bedienung der Maschinezu sichern.
Trotz der Geldunterstützung, welche der Minister Colbert demHerrn Cadot zugestand, damit er eine Manufaktur von breitemTuche in Sedan unter der Leitung holländischer Arbeiter errichte,stand der Eigenthümer am Rande des Bankerotts in Folge desgroßen Aufwands bei der Abrichtung einer Zahl von Arbeiter,und der Opfer, die er bringen mußte, um mit einer ähnlichenFabrik in Leyden concurriren zu können. Da die Staatscassedurch den Krieg erschöpft war, so konnte Eolbert seinem Freundein der Noth keine Geldunterstützung geben, aber er überredeteLudwig XIV., einen grüngestreiften Rock von leichtem Pagnan-Fabrikate zutragen und in Gegenwart seines Hofes, ehe er sichauf die Jagd begebe, zu erklären, er halte diese Art Kleidungfür sehr schön. Die Höflinge um seine Person und die Höflingeder Höflinge beeilten sich so sehr, ähnliche Röcke sich anzuschaf-fen, daß sie eine ungeheure Menge Tuch kauften (das, wie derMinister wußte, vorräthig dalag), und zu so ungeheuerem Preise,daß nicht blos die Fabrik in Sedan wieder in Gang kam, son-dern auch eine ähnliche in Rheims errichtet wurde, wo schon