Band 
[Dritter Band.]
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und im Corsaren gelieferten Beweises Meer und Berg mit gleicherKraft lieben kann - mir erscheint das als sehr schwer. Wer mag sagen, obdie besondere Hinneigung, welche man zu dem einen oder anderen diesergroßen Schauspiele hegt, nicht einen Charakterzug, eine seelische Anlageausmacht? Rousseau mit dem zerarbeiteten Herzen, die Beute der Seelen-qnal, gepeinigt von wirklichen Leiden, welche sich in der Einbildung noch

Der Manie Rosa.

Nach einer Lithographie von Calame (Museum der dekorativen Künste. Genf ).

steigerten, oft genug nahe der Verzweiflung, Rousseau , das Opfer einerbösen Bestimmung, deren Grausamkeit durch eigene Verirrung noch ver-schärft ward, er empfand die wohlthätige Beeinflussung der Höhenluftbei seiner sicherlich bestehenden Neurasthenie. Denn dort obenist derKörper leichter, der Geist freier. Alles, was uns sonst niederdrückt, ver-weht wie mit einem Zauberschlage. Dort giebt es keine eitle vorgefaßteMeinung, keine Sorge, keine Geistesanspanuung, und gleichviel, welcherWind vorherrscht, ob er nun die Wolken verdichte oder zerstreue, derinnere Himmel bleibt immer heiter". ^

' E. Rambert, a. a. O., S. 16 und 17.