34 Fünfte Gruppe. Die Nahrungsmittel betreffende u. landwirthschaftl. Gewerbe.
Fütterung
Im
Tag
Eas.
Proc.
Butter
Proc.
Zucker
Proc.
Asche
Proc.
Wasser
Proc.
Menge
Pfd.
Mrg. Nachgras ....
Freien
Ister
5,4
3,7
3,8
0,6
86,5
7,31
Abd. -> ....
»
1 »
3,9
5,6
3,0
0,5
87,0
10,94
Abd. » ....
Stall
2ter
4,9
5,1
3,8
0,5
85,7
8,51
Abd. Heu, Hafer, Bohnen .
»
3 »
5.4
3,9
4,8
0,5
85,4.
10,54
Mrg. » » »
»
3 »
3,9
4,6
4,5
0,7
86,3
11,61
Abd. Kartoffeln ....
»
4 »
3,9
6,7
4,6
0,6
84,2
12,90
Mrg. » ....
»
4 »
2,7
4,9
5,0
0,5
86,9
10,32
Abd. Heu, Kartoffeln . -
»
5 »
3,9
4,6
3,9
0,5
87,1
13,18
Mrg. » » - .
»
5 »
3,5
4,9
3,8
0,5
87,3
12,20
-dhnngig »°n Die erste Milch, die man im Euter findet, bevor das Kalb gesaugt hat3 '"' (das Kolostrum), ist 5mal reicher an Kasestoff, als die nachfolgende.
Wenn man bei einem Melken die Milch nach einander in verschiedenen Gefä-ßen auffangt und gesondert untersucht, so findet man in den ersten Portionen imVerhältniß von 16:1 (Andersen) mehr Rahm, als in den letzteren. Schüb-ler fing die Milch beim Melken in 5 Portionen und ebenso viel besonderenGefäßen auf. Es ergab die:
Erste
Portion
Zweite
Portion
Dritte
Portion
Vierte
Portion
Fünfte
Portion
Mittel
Spec. Gew. .Rahmgehalt .
1,034
5 Proc.
1,0334
8 Proc.
1,032711% Proc.
1,031513% Proc.
1,029017,5 Proc.
1,032111,0 Proc.
Der zuletzt aus dem Euter gewonnene Antheil enthalt also ‘Sy 2 mat so vielRahm als der erste. — Bei einem Versuche von Quevenne war dies Ver-hältniß wie 1 : 2%. — Die Kuhmilch ist in der Regel frisch aus dem Eutervon alkalischer Reaction; sauer erscheint sie nur ausnahmsweise, oder nach län-gerem Stehen.
Zur Vergleichung mit der Kuhmilch mögen die Analysen folgender Milch-arten hier noch eine Stelle finden:
Frauenmilch
Eselsmilch
Geism
gute schlechte
Butter. .
. 3,4 1,3
1,29
4,56
Milchzucker
. 4,3 3,2
6,29
9,12
Kasestoff .
. 34_ _ 2,7
1,95
4,38
Haidlen
Peli,
zot
Eine eigenthümliche, mehrfach beobachtete Erfcheinung ist das BlauwerdenBlau- MUH. der Milch; so von B a i l l e u l in der Umgebung von Havre und Pvetot, wo Küheaus demselben Stall, die eine gute, die andere blaue Milch gaben. Die blaueFarbe tritt sieckenweise auf und soll nach Einigen von einer mikroskopischenVegetation, nach Anderen von einem Jnfusionsthiere (Vibrio cyanogenus)herrühren, wie in ähnlicher Weise ein Vibrio x-mtbogeims die Milch gelb