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Zweiter Band.
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ersetzt dasarabische.

Vom Stärkegummi. 147

Nach der Entdeckung der Gummierzeugung aus Starke, besonders seit der Ver-besserung durch die Franzosen, hat die Verdrängung des theuren fremdländischenGummi's durch das wohlfeilere Starkegummi in den Gewerben schnell Platz ge-griffen und reißend an Umfang zugenommen, und es bietet diese Neuerung einenber interessantesten Falle dar, wo die europäische Intelligenz und der europäische^ewerbefleiß diejenigen Erzeugnisse seinem eigenen Boden indirect abzugewinnenNutzte, mit welchen die Natur die heißen Himmelsstriche unmittelbar bevorzugt^t. Damit ist nicht nur ein Theil des Tributs erspart, der bisher dem Aus-Ende gezollt worden, sondern auch dem Landwirthe ein neuer Markt für einen^heil seiner Erzeugnisse eröffnet worden.

Das Starkegummi kommt gegenwärtig in dreierlei Formen im Handel vor:n>n seltensten in Gestalt kleiner durchsichtiger Stückchen, dem arabischen GummiNachgeahmt; schon häufiger als ein dicker Sirup; am gewöhnlichsten aber in derUnveränderten Gestalt des Stärkemehls, nur mehr oder weniger gefärbt.

Im Anfang der inländischen Gummigewinnung hatte man allgemein es Gmmrmng^gezogen, das Stärkemehl durch bloße Erhitzung, Röstung genannt, umzuwan-^"^ K ' r, "" aJltt. Dieser Weg ist nicht ohne besondere Schwierigkeit, obgleich einfach. Wenn^Starke vollständig in Gummi verwandelt werden soll, ohne einen Theil un-verändert zu lassen, noch auch einen Theil anzubrennen; so müssen alle KörnerHchx ausgesetzt werden, welche die geeigneten Grade von 140° — 160° €>.

- eder auf-, noch abwärts übersteigt. Ein langsames allmaliges Steigern der

- u «p, NVU) llvivurw uoergeigi. «in langer^Mperatur erfüllt zwar den Zweck, weil es dann

^stzuhalten, — ist aber für den Fabrikanten zu zeitraubend. Bei rasche-dn sitzen lauft man unvermeidlich Gefahr, die Temperatur der Gummibil-d>o^'^ überschreiten, und schon ein kleiner Schritt weiter führt zur Temperatur,tz. „ * e Stärke sich unter Ausstoßung brenzlicher Produkte zersetzt und weiterhinDies ist der Fall der Praxis.

q?: .*«% wurde das Stärkemehl auf der ebenen Sohle eines Ofens, von dergebx^^ gewöhnlichen Brodbacköfen, und zwar in dünnen Schichten aus-in ^n der Art ist die Darstellung des sogen, british gum jn England,

Änlichen Ofen mit mehreren eisernen Platten über einander, auf welchenblit ^ » C ' nC Stärke gebreitet wurde. Auf diese Weise arbeitet man rasch,

bnd ^ großen Mengen, aber die Temperatur ist schwer zu reguliren

werd st8 kann nur als ein gelbgraues oder braungelbes Mehl erhalten

khvd ^ ÜA>erer, aber für einen größeren Betrieb ungeeignet ist die Me-

welck' Stärkemehl auf den Horden einer Art Trockenkammer auszubreiten,Dies . ö0 . n ^ec von einer anderen Feuerung abfallenden Warme geheizt wird.

ttrdirecte Heizung macht die Warme gleichmäßig und leichter zu handhaben,wan ss entspricht diesem Zwecke ein Kessel mit Oelbad. Darunter verstehtist mit ^ * e ^ cl doppeltem Boden; der Zwischenraum zwischen beiden Boden^ters a f ^"^efüllt, welches man nach Anleitung eines eingesetzten Thermo-°den dar' t met 6c ^‘ mnitett Temperatur erhalt; der Vortheil des Apparates beruhtBvden li"'t ^ dieses mit aller Sicherheit kann. Inwendig auf dem oberentnit nack^' Ie die durch einen Rührapparat fortwährend bewegt wird, da-

einander alle Kömchen mit den Melallwänden in Berührung kommen.

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in Offen,

in Kesselnmit Oelbad,