160 Fünfte Gruppe. Die Nahrungsmittel betreffende u. landwirthschastl. Gewerbe.
G,h°le »,« eine fast reine Auflösung von Zucker in Wasser ist, mit nur Spuren von Salzen,Eiweiß, Farbestoff rc. Der nach dem Auspressen bleibende Rückstand ist dasRohrstroh, bagasse genannt. Es fanden:
im Otaheitischen
im Kreolischen
.
von Martinique —
von Guadeloupe
von Cuba
Peligot.
Dupuy.
Casaseca.
1 .
2.
3.
Wasser . .
, . . 72,1_
. . . 72,0 '. . .
. . . . 65,9
Zucker . .
. . 18,0
. . . 17,8 . . .
. . . . 17,7
Holzkörper
. . 9,9 .
. . . 9,8 .. .
. . . . 16,4
Salze . . .
. . . — ....
. . . 0,4 .. .
. . . . —
Es bestehen mithin 100 Thle. völlig trocknes Zuckerrohr nach1. u. 2- aus 35 Holzfaser und 65 löslicher Substanz,
3. aus 48 » und 54 » »
Peligot untersuchte bei dem Otaheitischen Zuckerrohr, ob zwischen den ver-schiedenen Ausschlagen nach der ersten, zweiten, dritten Ernte, ferner zwischenden verschiedenen Theilen desselben Stengels und den Knotenpartien wesent-liche Verschiedenheiten in der Reichhaltigkeit stattfinden; er fand, daß unterallen übrigen Umstanden das Rohr aus 72 bis 74 Wasser, 15% bis 18 Thln-löslicher Substanz und 8 bis 11 Thln. Holzfaser bestand, also keine bedeutendeAbweichungen zeigte; dagegen ergaben sich die Knoten aus 71 Wasser, 12 lös-licher Substanz und 17 Holzfaser bestehend.
Eine umfassendere Untersuchung des Zuckerrohrs von Guadeloupe und desdaraus erhaltenen Strohes hat H e r v y geliefert; er prüfte zwei Sorten, dieeine (I.) von trocknem, kalkigem, hochgelegenem Boden; die andere (11.) »otttiefgelegenem Boden in der Nahe des vulcanischen Terrains. Beide Probenwaren vor der Versendung in Scheiben geschnitten und getrocknet.
Nr. I.
Nr. II.
Bestandtheile.
Das
Zuckerrohr.
Die
Bagaffe
davon.
Das
Zuckerrohr.
Die
Bagaffe
davon;
gut.
Dieselbe;
braun und
verdorbew
Zucker.
64,6
22,5
67,00
29,2
42,4
Ertractive Stoffe . . .
0,3
—
0,3
—
—
Wachs.
0,9
1,8
1,2 -
1,6
1,6
Lösliche Salze ....
0,3
1,8
1,2
2,4
3,3
Unlösliche Salze . . .
1,00
1,3
Holzkörper.
32,6
73,90
28,9
66,8
52,8
99,7
100,8
99,9
100,0
^100,1
Es geht hieraus zuvörderst hervor, daß das Verhältniß zwischen Saft u"den holzigen Theilen des Zuckerrohrs bei den verschiedenen Arten nicht gleich"bleibend ist. Durchweg zeigt sich dagegen, daß in dem Safte des Zuckerrohrsaußer dem Zucker, nur sehr unbedeutende Mengen fremder Bestandtheil