Von der Zuckerfiederei. Der Rohrzucker.
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1) Aus Zuckerrohr.
Das Zuckerrohr ist eine perennirende Pflanze aus der Familie der Gräser,accharum officinarum, von welcher zahlreiche Abarten cultivirt werden. Sie^sehen einem riesenhaften Schilf gleich, welches Stengel von 1 bis 2 Zoll Dicke^ttb 120, 160 selbst 200 Zoll Höhe treibt mit zahlreichen Knoten und einemBluthenbuschel an der Spitze. Jeder Halm oder Stengel ist äußerlich mitd>ner sehr harten, kieselerdereichen Rinde bedeckt, welche innerlich ein holziges,aber lockeres Gewebe, eine Art Mark einschließt, in dessen Zellen der Zuckersaft""halten ist. Man unterscheidet hauptsächlich drei Arten:
Das Kreolische Zuckerrohr, mit dunkelgrünen Blattern und dünnem,Notenreichen Stengel; es stammt von Indien und ist von da nach Sicilien,m Canarifchen Inseln, den Antillen und Südamerika übergegangen.
Das Data via- oder gestreifte Zuckerrohr, mit dichter, in's Purpur-vthe streifender Belaubung, stammt von Java, wo es hauptsächlich zum Rum‘W, und endlich
Das
llck«rrohr.
- das Otaheitische, das am kräftigsten wachsende, sastrcichste und beste*^11 allen mit dem höchsten Ertrag für gleiche Bodenfläche, welches sichbaldbber Westindien und Südamerika verbreitete.
Das Zuckerrohr, ursprünglich eine Sumpfpflanze, erheischt ein heißesEpisches oder subtropisches) Klima und einen sehr kräftigen, aber zu gleicherfeuchten Boden. Seine Fortpflanzung geschieht durch Stecklinge (etwaFuß lange, mit Knospen versehene Stücke des Stengels), welche, je nach derlltleren Temperatur der Gegend 12 bis 10 Monate zur Reife brauchen. In^dalusien soll das Zuckerrohr schon nach 9 Monaten geschnitten werden können,^gen die Blüthenzeit hin fallen die Blätter von unten nach oben fortschreitend, ' Un ^ beC ® ten 9 eI nimmt eine strohgelbe Farbe an. Manche Kolonisten^Neiden das Rohr vor, die meisten jedoch erst mehrere Wochen nach derluthe. In den (tropischen) Pflanzungen richtet man sich so, daß die verschie-den Abtheilungen der Zuckerfelder nach einander, nicht gleichzeitig zur Reife^^wen, um dem Betrieb mehr Regelmäßigkeit zu geben. Dünger verträgt dasNEerrohr sehr viel; er muß stickstoffreich sein, jedoch möglichst wenig Salze ent-Nach der Ernte schlagen die Wurzelstöcke, die nach dem Abschneiden°bet bleiben, aufs Neue aus und so mehrmals. Nach 5
c 6 Jahren pflanzt man aber neu.
s§. Bei den beiden ersten Arten ist die Oberfläche des Stengels und der^.^ttbasis, bei dem Kreolischen Rohre nur ein Ring an jedem Knoten, — wieberf f ÖieUtt anderen Pflanzen — mit einem weißen, oft meergrünen Staub be-Ez ' welcher eine Art in Alkohol löslichen Pflanzenwachses, Cerosin, ist.v,'?milzt erst bei 80", läßt sich als Wachskerze brennen, krystallistrt leichtq ui °^rht aus 81,4 Kohlenstoff, 14,1 Wasser- und 4,5 Sauerstoff (Ave-Dumas).
Und Öon "^"herein zu erwarten, ist der Gehalt des Zuckerrohrs an Zuckerv°rschstd ""^°n Bestandtheilen je nach Cultur, Art und Klima einigermaßeno"- im Allgemeinen erhalt man aber durch Pressen einen Saft, der