Zuckersiederei. Rübenzucker. Maceration. 203
hält vermittelst eines Laufbandes ihre Bewegung von der Welle der Betriebs-kraft und übertragt diese, mittelst einer Kurbel und der Leitstange/, auf henKolben h, so daß dieser über die Leitrolle k hin und her geht. Hat der Kolbenh die höchste Stellung erreicht, so wird sich unter ihm der ganze frei gewordeneRaum des Stiefels b mit Rübenbrei füllen. Durch die niedergehende Be-wegung wird die Rübenmasse vor dem Stiefel hergeschoben, sie stößt das Ven-til c zurück, ergießt sich in den gußeisernen, umgekehrten Rumpf d, und über-kragt ihren Druck auf die Rübenmasse, womit dieselbe angefüllt ist. DerRumpf d ist nun von allen Seiten durch seine eigenen Wände geschlossen, sodaß kein anderer Ausweg als die beiden kupfernen Hohlwalzen e, e bleibt. Diesesind wie eine Seihe ringsum mit Löchern durchbohrt und äußerlich von einemengmaschigen Metallgewebe umgeben; sie werden durch das auf ihrer Axe t auf-gezogene Zahnrad r, welches durch ein Zwischengelege o mit der Rolle m ver-bunden ist, langsam und zwar in einem Abstand von einigen Linien (im Sinneder Pfeile) um ihre Axe bewegt. Wahrend daher der Saft durch die Wändeder Walzen e e quillt und durch die Röhre h ablaust, werden die Tresternzwischen diesen Walzen eingeklemmt, vollends ausgequetscht, in die Höhe ge-führt und durch die Rinnen x, den Blechwanden / entlang ausgeworfen.
Damit wahrend der aufsteigenden Bewegung kein Brei aus d in diePumpe zurücktreten kann, ist das Ventil c mit zwei starken Spiralfedern ver-sehen, die es sogleich zurückspringen lassen. — Sollte durch Verstopfung oderUnvorhergesehene Ursachen ein zu hoher Druck in d entstehen, so öffnet sich dasSicherheitsventil g, um Sprengung zu verhüten. Die ganze Maschine ist aufbem Holzgerüste u u aufgezogen. — Die bisherigen Erfahrungen haben dieseb-wiß sinnreiche Einrichtung nicht als genügend bewahrt. Sie verlangt eineGleichmäßigkeit des Rübenbreies und einen ganz bestimmten Grad der Zer-cheilung, nkelche kaum zu leisten sind. Noch viel mehr hat sie sich jedoch durch°>e Masse Schaum einen schlimmen Namen gemacht, der durch diese eigen-tümliche Pressung erzeugt wird und so bedeutend ist., daß man seiner kaumMeister werden kann.
Pecqueur's Presse liefert übrigens nicht mehr Saft, als die hydrauli-sche Presse, nämlich 70 bis 75 Procent und wenn das einmal gepreßte Markgefeuchtet und ein zweites mal gepreßt wird, noch 15 Procent mehr; ihre, Hung belauft sich, bei einem Krastverbrauch von zwei Pferden, auf 200 bis.? 5|) Hektoliter in 24 Stunden, kommt also der von zwei hydraulischen Pres-se gleich.
. Es ist eine wichtige, nie zu vernachlassigeUde Vorsicht, die verschiedenenApparate, besonders Reibemaschinen, Pressen und Zubehör so reinlich wie mög-"b iu halten, und von Zeit zu Zeit mit Kalkwasser abzuwaschen, um die Sau-^3 des Saftes zu verhüten.
Das Macerations - Versahren.
>eht
Die in der vorstehenden Beschreibung enthaltene Methode der Sastgewin-3< nämlich durch Zerreiben und Auspressen derRüben, ist diejenige, die bis-von den Fabrikanten am meisten vorgezogen, am längsten und am ausge-
lkecinkur'schk
Presse.