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Zweiter Band.
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206
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206 Fünfte Gruppe. Die Nahrungsmittel betreffende u. landwirthschaftl. Gewerbe.

fallen die Rübenschnitte in das erste Fach, worin sie eine halbe Minute einge-taucht bleiben; sie werden dann durch die Schaufeln der langsam bewegtenWelle in das nächste Fach gehoben und so fort bis in die.lOte Kammer, wosie vollkommen erschöpft herausfallen. Den umgekehrten Weg geht das Wasser:in die lOte Kammer fließt ununterbrochen ein Strahl von frischem Wasser,geht durch eine Oeffnung von da in die 9te, dann in die 8te u. s. f. bis es end-lich aus der ersten Kammer mit der Starke des Rübensaftes austritt. Wah-rend dieses Laufes wird es von unten fortwährend heiß erhalten, besonders inder ersten und letzten Kammer, wo die frischen Rüben und das frische Wassereine starke Abkühlung bewirken. Es ist besonders zu bemerken, daß die Rübenbeim Uebertragen durch die Schaufeln aus einer Kammer in die andere, wah-rend dessen sie abtropfen, nicht in der Lust, sondern in einer Atmosphäre vonDampf verweilen, womit die obere Hälfte des Edulcoratocs erfüllt ist.

A««E»°n Martin und Chain ponnols wählten einen ganz verschiedenen Me-

Champvnnvis. chanismus zu ihrem Apparat. In einem weiten Rohr von der Gestalt einesumgekehrten Hebers, mit Gehäuse zur Dampfheizung versehen, bewegt sich eineKette ohne Ende, in dem einen Schenkel auf-, im andern abwärts. Sie istan jedem Gliede mit einer Scheibe von .dem Querschnitte des Rohrs versehen,welche also darin Kammern und zwar bewegliche Kammern bilden. Die inStreifen geschnittenen Rüben werden durch die Bewegung der Kette in demeinen Schenkel in diesen Kammern niedergesührt, in dem andern Schenkel ge-hoben und an dessen Ende erschöft ausgeworfen. In entgegengesetzter Richtungbewegt sich ein langsamer Strom Wasser, der von außen erwärmt wird.

Der Levigator von Pelletan ist eine in 24 Kammern abgetheilte Rinne0 ^ g r0 g öon Eisenblech, ähnlich wie der Reichenbach'sche. Die KammerNcommuniciren durch von außen angebrachte Kanüle in der Weise, daß die Flüs-sigkeit vom Grunde der einen Abtheilung an die Oberflache der folgendenlangt. Der ganze Apparat ist unter 15° geneigt, so daß die in die erste Kam-mer geleitete Flüssigkeit von selbst durch die übrigen hindurchfließt. In deMTrog ist eine Welle angebracht, welche 24 Elemente einer ArchimedischeSchraube tragt, in solchen Abständen, daß jedes Element gerade in eine ^Kammern trifft. Wie bei allen den erwähnten continuirlichen Apparaten st^die Rüben sich nach einer der der Flüssigkeit entgegengesetzten Richtung bewegetso auch hier. Der Apparat arbeitet nur mit kaltem Wasser und mit zerrieb^nen Rüben. Der Rübenbrei wird von den Schraubenelementen, welche dur^brochene, siebartige Kupferbleche sind, in jedem Fach zusammengerafft unddas nächst höhere Gefach emporgehoben. Die Oeffnungen dieser SchraU^"wände werden leicht von dem Rübenmark verlegt. Um dies zu verhindern, st"Klingen angebracht, welche die Oberfläche derselben unaufhörlich reinschabe"'Vor seinem Ausfließen pafsict der Saft eine Querwand von Drahtgewewelche ihn siltrirt.

Wenn die Methode der »Maceration« oder richtiger der Auslaug""^wie man wohl vorausgesetzt hat, den Vortheil gewährte, daß die ganze in eRüben enthaltene Zuckermenge in die nachher zu bearbeitende Flüssigkeit u ^geht, ohne daß Zucker in den Trebern bleibt, so hatte sie einen wesentlichen