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Zweiter Band.
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^ Vorzöge deraJCHU Wflcctcttißn.

Zuckersiederei. Rübenzucker- Maceration. 207

zug vor dem Preßverfahren voraus. Daß man diesem Ziele nahe kommen w<vkann, ist ebenso einleuchtend, als daß man es nie völlig erreichen kann.das Ausschließen der Zellen geschieht hierbei entweder wie bei dem Preßverfah-ren durch die Reibe, wenn das Auslaugen mit Rübenbrei vorgenommen wird,oder es geschieht durch die Behandlung mit heißem Wasser, wobei die Zellenoder Schlauche der Rübenschnitte mittelst der Ausdehnung der von ihnen ein-geschlossenen Flüssigkeit erfolgen. Eine vollkommene Erschöpfung kann daherbuchstäblich genommen nur dann erfolgen, wenn wirklich sämmtliche Zellenaufgeschlossen sind, was in der Ausübung aber unmöglich ist. Dem Erfolgnach zu schließen, wie er von einigen Seiten bekannt geworden ist, stellt sichdie Ausbeute nicht höher als. bei dem Preßverfahren. Bei einer französischenFabrik (von Mesmay) z. B. war sie noch geringer; man erzielte durchschnitt-lich 95 Proc. Flüssigkeit vom Gewicht der Rüben, wahrend (85 Proc. Preßsaftentsprechend) 11:5 Proc. Flüssigkeit hätte erfolgen müssen. Halte man auchmehr erhalten, als bei dem Preßverfahren, so ist doch dieser Bortheil mit einemnicht unbedeutendem Opfer erkauft; bei dem Macerationsverfahren hat derFabrikant sich neben dem schon beträchtlichen Wassergehalt der Rübe auch nochdas Macerationswasser aufgebürdet, welches ebenso wie das erstere wieder ver-dampft werden muß. Dieser Zusatz von Wasser kommt aber in den Fabrika-tionskosten einen vermehrten Brennstoffaufwand gleich. Die Zuckerflüssigkeit, diewir verarbeiten, sagen jedoch die Lobredner des Macerationsverfahrens, ist stetsvon derselben Concenlration (demselben Zuckergehalt) wie der natürliche Saftz. B. 7"B. Man muß sich aber darüber nichtlauschen. Gesetzt man wende gleicheGew.-Thle. Rübenschnitte und Macerationswasser an und die Rüben enthielten0,9 Gew.-Thle. Saft mit 0,1 Zucker, also ihr Saft 11,11 Proc. davon, wieim Mittel der Fall ist, und man habe dasselbe Macerationswasser nach einan-der mit n Portionen Rüben behandelt, so enthalt die erfolgende Flüssigkeit

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^ TTn—5TT ^ c0c - Zucker. Daraus berechnet sich, daß der Zuckergehalt des

Dfacerationswassers nach der ersten Behandlung = 5,26 Proc., nach der zwei-en 7,14, nach der dritten= 8,1, nach der vierten — 8,7, nach der fünften^9,3, nach der sechsten —9,9, nach der zwanzigsten—10,5, und erst nach derändert und zehnten Behandlung —11,0 Proc. geworden, also vom praktischenStandpunkte aus einen, dem natürlichen Safte bis auf ein Berfchwindendes glei-sn Gehalt hat. Der Wasserzusatz verschwindet auf diese Art nur, und selbst die-nicht gänzlich in den Ziffern, bleibt aber nichtsdestoweniger in den Abdampf-mannen des Fabrikanten. Wenn dieser daher, unter den obigen Boraussetzun-in einem Wasser 10 Eentner Rüben macerirt, so hat er 1 CentnerPasser, und wenn er jährlich 40000 Etr. Rüben verarbeitet, 4000 Etr. Was-’ tc über deren natürlichen Gehalt zu verdampfen, er mag diese verrechnen wiewich — Man sieht ferner, daß die Gradigkeit des Macerationswafsecs zwar^Ufangs schnell, aber nachher ungemein langsam wächst und streng genommen^wals die des natürlichen Saftes erreichen kann. Bei der sechsten Behand-^**8 ist die Gradigkeit noch um 1 ganzes Proc. zu niedrig und wenn das Arao-"er «nx gleiche Concentration wie der natürliche Saft anzeigt, so beweist