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Zweiter Band.
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224
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Taylor's

Pfanne.

224 Fünfte Gruppe. Die Nahrungsmittel betreffende u. landwirthschastl. Gewerbe.

Dampf durch die doppelte Spiraleam Boden in der Art, daß er durchden einen Gang ein-, durch dengleichlaufenden zweiten Gang aus-tritt. Auf diese Weise geschiehtes, daß die Temperatur am Bo-den fast völlig gleichförmig aus-fallt, weil neben den heißestenStellen des Eintrittsrohrs, diekältesten Stellen des Abzugsrohrsliegen und umgekehrt. Der Zu-tritt des Dampfes kann durcheinen Hahn regulirt werden; einzweiter größerer Hahn bei A dientzum Ablassen des fertigen Saf-tes. Durch die Bedeckung derPfanne b wird die gehörige Ventilation des Lokals erzielt, der Dampf aus demSafte gesammelt und durch ein Rohr d zur Heizung der Trockenraume hin-geleitet. Dabei muß natürlich die Einrichtung so getroffen sein, daß dasverdichtete Wasser nicht in die Pfanne zurückstießen kann. Die Halette'schePfanne ist Fuß weit, bei 3 Fuß Tiefe. Der Dampf hat 2 bis 3 Atm-Spannung, also eine Temperatur von 121° bis 135° C. Die Spiralen kön-nen wahrend der Reinigung herausgenommen werden. Gewöhnlich stehen zweisolcher Pfannen zur leichteren Besorgung neben einander, welche zusammen denSaft von einer Läuterung enthalten, damit derselbe in jeder Pfanne nichthöher, als etwa 8 Zoll stehe. Denn da das Sieden vom Boden ausgeht, ststeigt mit der Höhe der Flüssigkeitssaule der Siedepunkt.

Um diese Höhe noch mehr zu vermindern, sind statt der runden, noch grö-ßere viereckige Pfannen aufgekommen, aber von ähnlicher Einrichtung. Einesolche ist die sehr verbreitete Pfanne von Taylor, die erste, welche überhauptfür gespannten Dampf construirt wurde, Fig. 47 und 48. — Hier bilden dieDampfheizröhren anstatt einer Spirale einen Rost BB, bei welchem die Aus-und Eintrittsröhren in einander eingeschachtelt find, so daß jedes einzelne Zweigeröhr des Rostes aus zwei concentrisch .in einander gefügten einfachen Röh"Ubesteht. Im inneren Rohr strömt der Dampf von 3 Atmosph. Spannunghin, in dem Zwischenraume zwischen beiden zurück. Dies wird nur dadurchmöglich, daß auch das Hauptrohr C (durch den Hahn E und die Schraubefestgehalten) seiner Lange nach in zwei Kammern getheilt ist. Der Dawplströmt durch das Rohr d und den Hahn E, in die dem Pfannenrand zugekehrtAbtheilung von C, wo ihn die innern Röhren des Rostes aufnehmen, weMallein in dieselbe einmünden. Der zwischen beiden Röhren des Rostes rukehrende Dampf kann nur in die, der Mitte der Pfanne zugekehrte Kawr«^von C gelangen, weil die äußeren Dampfröhren nur in diese einmünden. Aeben dieser Abtheilung nimmt der Dampf seinen Ausweg durch das^ krumRohr F und ein abwärts gerichtetes Rohr Q in den Dampfkessel zurück.

Fig. 46,

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