Zuckersiederei. Rübenzucker. Die Pfannen. 223
Fig. 44.
Ein leichtes Entleeren ist bei den Schau-kelpfannen, Fig. 44, dadurch möglich gemacht,daß dieselben mit einem Ausguß und, da woderselbe an den Boden stößt, um eine Axedrehbar sind; sie werden beim Entleeren mitdem Flaschenzug gehoben und dadurch gleich-zeitig vom Feuer entfernt.
Um die Abdampfung zu beschleunigen,hat man auch wohl Vorrichtungen angebracht,welche die Oberflache des verdunstenden Saf-tes vergrößern. So brachte Gadesden eineWalze an, welche etwas unter die Oberflacheder Flüssigkeit taucht und sich langsam um-dreht, wodurch fortwährend eine dünne Schichtdes heißen Saftes emporgehoben und der Lustdargeboten wird.
Schaufel»
pfannrn.
Pfannen mit gespanntem Dampf und gewöhnlichem Luftdruck.
Es leuchtet von selbst ein, daß alle Gefahr des Anbrennens mit einemMale beseitigt ist, wenn man eine Pfanne so heizt, daß ihre Temperatur nir-gends den Siedepunkt der Zuckerflüssigkeit überschreitet. Dies kann nur durchdie Dampfheizung geschehen. Schon Ach ard hatte die Idee der Dampfheizung,aber er scheiterte in der Ausführung daran, daß er nur Dampf von einfachemDruck benutzte und so die Eoncentration außerordentlich verzögerte. Was eran gleichmäßiger Erhitzung und niederer Temperatur gewann, ging reichlichwieder durch Zeitverlust verloren. Eine Lösung, wie die Zuckersäfte, siedet bei^ner Temperatur, welche beträchtlich über dem Siedepunkte des Wassers liegt;
Fig. 45. man muß daher, wenn man
rasch verdampfen will mit ge-spanntem Dampf arbeiten,welcher den Saft statt zurbloßen Verdunstung, vielmehrzum Sieden bringt.
Alle mit Dampf geheiztePfannen setzen daher einenDampfkessel mit den gehöri-gen Vorrichtungen voraus, umDampf von dem gehörigenDruck zu erzeugen und nachden Pfannen Hinleiten zukönnen.
Beider Ha leite'scheuPfanne, Figur 45 und 46 <Pf<mn '-(Fig. 46 s. S. 224) wirkt der
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