Fünfte Gruppe.
Die Nahrungsmittel betreffende u. landivtrthfchaftl. Gewerbe.
lassen des fertigen Saftes. Die Bedeckung K der Pfanne beschleunigt das Ab-dampfen durch Ventilation, indem die Luft bei l eintritt und mit Dampf be-laden auf der entgegengesetzten Seite durch den Dampffchlot N entweicht.
Die Dampfsührung der Taylor'schen Pfanne ist sinnreich, aber sehrcomplicirt, darum kostspielig und unbequem zum Herausnehmen bei derReinigung. Die Einschachtlung der beiden Dampsröhren bewirkt allerdings,daß die Summe der von ihnen abgegebenen Wärme an jedem Punkte ihrerLange gleich ist; aber sie beschrankt auch die heizende Oberflache um ein Bedeu-tendes. Die Pfanne wird beim Gebrauch bis auf % ihrer Höhe angefüllt undverkocht dieses Quantum in 12 —15 Minuten.
Die Pecqueur'sche Pfanne enthalt ein System von einfachen Uicht ein-geschachtelten Röhren, welche aus einem gemeinschaftlichen Dampsrohr entsprin-gen und in einem Bogen, nach einem in der Verlängerung dieses Dampfrohrs gele-genen Auslriltsrohr, und von da in den Dampfkessel zurückkehren. Der Weg, dender Dampf zurücklegt, ist nach dieser Einrichtung kürzer, so daß der Dampf nichtso viel von seiner Spannung einbüßt und eine gleichmäßigere Heizung erfolgt.Das Ein- und Austrittsrohr bilden zusammen eine Axe, um welche das Heizröh-rensystem, aber auch die Pfanne als Schaukelpfanne gedreht werden kann. Hier-durch ist das Entleeren und das Reinigen der Pfanne ohne AuseinandernehmeNder Röhren möglich gemacht. Die ganze Vorrichtung ist weit einfacher, alsdie vorhergehende.
C-,sp,os, Crespel erstrebte in seinen viel verbreiteten Pfannen die bequeme Reünigung dadurch, daß er halbcylindrische Heizröhren fest auf den PfannenbodeNnietete; dies erfüllt seinen Zweck, allein es wird dadurch die heizende Oberflächebeträchtlich beschränkt, weil die untere flache Seite der Heizkanäle ihre WärM?nur an die äußere Umgebung, aber nicht mehr an den Saft in der Pfannegeben kann.
»’ortin’d un® Stnc eigenthümliche Gestalt besitzen die Abdampffannen von Martiltund Champonnois. Die Dampfheizröhren sind weite, hohle, senkrechthende Säulen, mit Drahtgewebe umgeben, auf welche von einem darüberstehtden Behälter die Zuckerflüssigkeit so vertheilt wird, daß sie in einer dünner^Schichte an der heißen Fläche niederrinnt. Eine dreimalige Passage ist hinre^chend, um den Saft zur Gahre zu bringen. Obgleich einfach und leichtreinigen, ist dieser Apparat doch nachtheilig, weil er den Zuckersaft der sch^°'lichen Berührung mit der Luft preisgiebt.
C°n>inuirlich Alle bis daher beschriebenen Apparate sind von der Art, daß nur jedesm^ein gegebenes Quantum Zuckerflüssigkeit in Arbeit genommen und fertig 9*macht wird. Nach inzwischen erfolgter Reinigung folgt eine zweite Beschick^"in gleicher Weise u s. f. Die Arbeit mit diesen Apparaten ist also eine uterbrochene oder periodische. Darin liegt, beiläufig bemerkt, die Nothwedigkeit, den Pfannen im Verhältniß zu den Läuterungskesseln eine besti""^^Eapacitär zu geben, damit der Saft, der sonst verdirbt, in gleichem @fmit der Läuterung verarbeitet wird. Es müssen also die mit jedem Lau
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