Zuckersiederei. Rübenzucker. Die Pfannen.
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mit einer Luftpumpe versehen, welche zur Erhaltung des Vacuums von einerVorrichtung zur Condensation der Dämpfe unterstützt wurde. Das Vacuum """wird dadurch zwar trefflich unterhalten: ist alles in gutem Stande, so fallt derDruck im Innern bis auf 1 Zoll Quecksilber; bei % Zoll Quecksilber betragtder Siedepunkt des Sprups 46° C., bei 4 Zoll 65%° E., bei 5% Zoll 71° C.,wobei eine Spannung des Heizdampfes von l x / 2 bis l 3 / 4 Atm. genügt; alleinalles dieses ist doch nur mit wesentlichen Opfern erkauft; denn die Luftpumpemacht den Apparat kostbar und schwierig herzustellen. Sie erfordert fernereine bewegende Kraft, welche nur bei ganz großen Fabriken rentiren kann.
Dieser Fehler ist noch mit einem übermäßigen Wasserverbrauch, zur Heizung,Condensation und für die Dampfmaschinen verbunden, so daß eine Fabrik, dietäglich 300 Hektoliter (—15000 Maaß h. ^26190Q.p.) Saft von 4°,5 33.zu verdampfen hat, täglich die enorme Menge von 5000 Hektoliters— 250000Maaß h. — 418500 Q. p.) Wasser bedarf.
Denselben Uebelstand, obgleich nicht in gleichem Grade, gewahrt der Rothsche Apparat (1830). Der Verdampfungskessel (Pfanne) ist mit einem doppeltenBoden und außerdem mit einer Dampfspirale zur Heizung versehen. Das Va-kuum wird von Anfang durch einen Dampfstrom hervorgebracht, womit man dieLuft aus dem Apparate drangt; es wird dadurch erhalten, daß der, durch das Sie-den des Saftes entwickelte Dampf in ein besonderes Verdichtungsgefaß strömt,worin ihn ein ununterbrochener Wasserstrom in Form eines Regens fortwährendverdichtet. Der Saft siedet bei 75° bis 80° C. Die Arbeit geht so rasch, daß diegewöhnliche Beschickung, welche 30. Hüten Zucker entspricht, in 14 bis 16 Mi-nuten verkocht ist, so daß täglich 24000 Pfund Zucker in einem Roth'schen Kes-[ ct von 80 Zoll Durchmesser verkocht werden können; allein der Wasserverbrauchimmer noch 5 Maaß für jedes Maaß Saft. Um nun zur Umgehung derLuftpumpe auch noch Wasserersparniß hinzuzufügen, hat Bayvet eine Ver-esterung des Roth'schen Apparats eingeführt, welche es möglich macht, dasUamliche Wasser ohne Erneuerung immer wieder zur Condensation zu gebrau-Zu dem Ende wird das gebrauchte und dadurch warm gewordene Was-ws in eine eigene Vorrichtung gehoben und durch eine Anzahl gewobenerschlauche niederrinnen lassen, wobei es durch die an der Oberflache stattfindendeVerdunstung auf die Temperatur der Lust abgekühlt wird. —
Das Princip des Roth'schen Apparates— Dampfstrom und Condensa-_ 0c statt der Luftpumpe — ist seitdem vielfach modisicirt worden. Die bemer-"enswertheste ist der
Ak • ^bgrand'sche Apparat *) mit Verbesserungen von Derosne. DieD-^°^,u"d^ Übung, Fjg. 49 ^ 5 j e folgende Seite), mag zugleich dazu dienen, die den «iwo,.acuumpfannen überhaupt eigenthümlichen Einrichtungen zu veranschaulichen.
* estehr aus dem Dampfkessel, aus der Vacuumpfanne C, welche über der^kkn, mit einer Dampfspirale b b geheizten Pfanne B angebracht ist; aus
1835 hat die Societe d’Encouragement dem Erfinder den Preis£ ^erkannt und seine» Apparat für den besten Vacuumapparat erklärt.
M? '! 2ahr 1834 haben übrigens die Gebrüder Reybaud auf dlesen Appa-1 em Patent genommen.