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Zweiter Band.
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228 Fünfte Gruppe. Die Nahrungsmittel betreffende u. landwirthschaftl. Gewerbe.

Punkt zu erhalten, wie allerdings beim Zucker der Fall. Man erspart dabei anZeit. Die Kosten für die bewegende Kraft steigen übrigens um so mehr, je nie-driger die Siedetemperatur gehalten wird.

Im Ganzen genommen arbeitet der fragliche Apparat um den Betrag derbewegenden Kraft theurer, als die vorhergehenden und verstößt im höchstenGrade gegen die Erfahrung, daß die Berührung mit der Luft dem Safte ent-schieden schädlich ist.

Vacuum - Pfannen.

Die allerdings nicht unbegründete Anficht, daß der Zucker um so wenigerleidet, bei je niederer Temperatur der Saft behandelt wird, hat die Erfindungveranlaßt, das Verdampfen unter vermindertem Luftdruck zu bewerkstelligen, dieman Howard verdankt. Zu dem Ende sind die Pfannen geschlossene Gefäße,deren Inhalt, soweit er nicht von dem Saft erfüllt ist, luftverdünnt undwas das schwierigere ist, auch luftverdünnt wahrend der Dauer der Operationerhalten wird. Gesetzt, man hatte vor dem Beginne derselben alle Luft ent-fernt, so würde mit den eingetretenen Sieden der Raum rasch durch den Dampferfüllt und alsbald wieder der volle atmosphärische Druck wirken. Es mußdaher der Dampf, so rasch er sich bildet, fortwährend absorbirt werden. Ver-möge der geschlossenen Form und der Vorrichtungen zum Verdichten des Dam-pfes gewinnen die Apparate dieser Classe das Ansehen von Destillirapparaten.Ihre Benennung »Vacuumpsannen-> ist, wie sich von selbst versteht, eineuneigentliche, weil von einem wirklichen Vacuum, d. h. von einem gänzliche»Aufhören des Drucks auf die Oberflache der Flüssigkeit nicht die Rede ist.

Da dieselbe Menge Wasser wie in den offenen Pfannen verdampft werde»muß, und da der Dampf, welches auch seine Temperatur sei, zu seiner Bildungdieselbe Wärmemenge bedarf, so ist mit dem Princip des Siedens unter ver-mindertem Luftdruck an und für sich, keine Ersparniß an Brennstoff verknüpft-Die verschiedenen in Ausführung gekommenen Vacuumpfannen unterscheide»sich vorzüglich in der Art, wie das (sogenannte) Vacuum erzeugt, wie es er-halten wird, und wie man die Dampfe aus dem Zuckersäfte verdichtet und be-nutzt. Es bedarf kaum ausdrücklicher Erwähnung, daß alle Vacuumpfanne»mit Dampf geheizt werden, der aber zu diesem Zwecke weniger gespannt zu ft'"braucht, als bei offener Pfanne.

Der Siedepunkt der Zuckerflüssigkeit hangt von ihrer Concentrationvon dem Druck ab, welcher nach der Luftverdünnung noch auf dem Spiegelselben ruht. Der Siedepunkt ist übrigens diejenige Temperatur, bei welcher dieSpannkraft des (gesättigten) Dampfes dem vorhandenen Druck gleichkommt. $ eleinem Druck von 30™™ ist der Siedpunkt des Wassers 30° E., bei 10"'™ H 0 ® - 'bei 5 mm 0° C. u. s. w. — Bei Zuckersyrup von der üblichen Dichte ist bei einen>Druck vonZoll Quecksilber: 0,74 — 0,86—1,01 —1,17 —1,36—1,57—l/ 8 "

die Siedetemp., Grd. E.: 46,1 — 48,9 — 51,7 — 54,4—57,2—60,0-62,0

Druck von ZollQuecksilber.- 2,05 — 2,36 — 2,72 — 3,10 — 3,52 — 4,00Siedetemperatur, Grd. C.: 65,5 — 68,3 — 71,1 — 73,9 — 67,7 — 79,4Howards Apparat, patentisirt 1812, war zur Herstellung des Vacu»

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