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Zuckersiederei. Rübenzucker. Die Filter.
liche Filter aus dem Vorrathsbehalter H durch B' speist. Der Schwimmer Gregulirt die Stellung des Hahns F so, daß der Syrup stets in gleicher Höheüber D steht. Der Luft, welche der Syrup bei dem Durchsickern durch dieKohlen vor sich her und aus dem Zwischenraum zwischen dem Boden und Cvertreibt, ist der Ausweg durch das Luftrohr t angewiesen. Der ablaufendeSyrup wird durch L fortgeleitet. Ist das Filter erschöpft und erscheint er trübeoder zu gefärbt, so leitet man ihn mittelst einer Rinne in ein besonderes Becken.
Die Körnung und die Entfernung des Staubes bewirken, daß der Syruphinreichend weite Zwischenraume findet, um mit einer gewissen Leichtigkeit durch-zupassiren, sie macht eine Verstopfung des Filters unmöglich. Dagegen bürgtdie Größe und Gleichheit des Korns dafür, daß kein Syrup durchgehen kann,der nicht gehörig der Berührung mit der Kohle ausgesetzt war; es sei denn, daßaus Fahrlässigkeit Höhlungen und falsche Wege geblieben sind.' Endlich liegtin der schichtenweisen Durchdringung der Kohlenlage durch den Syrup die Si-cherheit, daß jede Kohlenschicht nach und nach die ganze Syrupsmasse durch sichhindurchlassen muß, und ihr Entfarbevermögen deßhalb bis zur Erschöpfungbenutzt wird. Umgekehrt trifft der durchgehende Zuckersyrup auf immer kräfti-gere und weniger erschöpfte Schichten und wird in demselben Verhältniß voll-kommen entfärbt. Ein wesentlicher Vortheil ist die Leichtigkeit, mit der sich dieseFilter, weil sie stets offen bleiben, auswaschen lassen; ein nicht geringerer Vor-theil liegt in dem Umstände, daß die Zwischenraume zwischen den Kohlenkör-nern doch hinreichend eng sind, um zu verhüten, daß sich die auf einander folgen-den Schichten der Flüssigkeit — nach den Grundsätzen der Verdrängungsme-thode — merklich mit einander vermischen können. So geschieht es, daß dasBefeuchtungswasser fast rein von dem nachsickernden Syrup verdrängt wirdund beseitigt werden kann; ebenso geschieht es, daß bei dem Auswaschen des er-schöpften Filters das Waschwasser den Syrup aus den Poren verdrängt, ohnesich damit zu vermischen.
Man greift die Dimensionen gewöhnlich so, daß die Dumont'schen Filterzwischen I und 3 Centner Kohle fassen; ihre Wirksamkeit dauert 12—15 Stunden.
Dumonts Filter ist gegenwärtig das am meisten gebrauchte, jedoch hatman verschiedene Verbesserungen angebracht. So haben unter anderen die vonHecker in Straßburg eingeführten großen Filter viel Eingang gefunden. Siesind 10 bis 20 Fuß hoch, bis 3 Fuß im Durchmesser und fassen bis 20Centner Kohle, welche vor dem Beginn der Filtration »gedämpft», d. h. durchEinleiten von Dampf befeuchtet, und soweit erwärmt werden, daß der aufge-gossene Syrup darin nicht mehr-erkaltet. Diese Erwärmung, sowie der Druckdurch ein 10 —20Fuß höher stehendes Behälter geben der Einrichtung wesent-liche Vorzüge.
Staubsörmige Kohle, welche wegen der größeren Zertheilung mehr Ober-fläche bietet, wirkt natürlich kräftiger auf die Entfärbung als bloß gekörnte. Indiesem Sinn hat Weinrich der Staubkohle den Vortheil der gekörnten durchMengen mit Sand zu geben gestrebt. Diese Idee ist aber alt und von P aj ot,sowie Dumont selbst, langst versucht worden. Solche Filter sind mißlich we-gen der Wiederbenutzung der Kohle und nie von Bedeutung geworden.
Hickrr's,
Wtinrich's
Filter.