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Zweiter Band.
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Geistige Getränke. Bierbrauerei. 315

leren Grade der Darrung, und in der Regel ist der innerste Kern von dem beg D-« Mal-Lustmalzes nicht verschieden.

Die Eigenschaften eines guten Malzes gehen schon aus dem Obigen her-vor: die einzelnen Körner müssen gleichmäßig von Farbe, von dem beschriebenenGeschmack, mürbe, leicht zerdrückbar, aber dabei mehlig, nicht hornartig und ganzbesonders leicht sein. Es schwimmt auf dem Wasser, so lange es nicht davondurchdrungen ist, wahrend Gerste untersinke

Man rechnet, daß 100 Pfund Gerste nach dem Malzen, Darren und Rei-nigen noch 80 Pfund wiegen; es gehen nämlich l l / 2 Proc. beim Einweichen,

3 Proc. als Wurzelkeime und eben so viel durch Verstüchtigung beim Darrenverloren; das Uebrige kommt aufRechnung sonstiger Nebenverluste und der na-türlichen Feuchtigkeit der Gerste. Da diese Feuchtigkeit nun beiläufig 12 Proc.beträgt, welche das trockene Malz nach einiger Zeit ebenfalls aus der Lust auf-nimmt, so geben, mit anderen Worten, 100 Thle. lufttrockene Gerste 92 Thle.lufttrockenes (abgelagertes) Darrmalz. Während sich das Gewicht vermindert,mehrt sich das Volum durchschnittlich im Verhältniß von 9:8, im Fruchtmaaßgemessen; ein Fruchtmaaß Malz wiegt daher beiläufig 2 / ? leichter als ein gleichesMaaß Gerste. Dieser Punkt ist bei der Besteuerung da von Wichtigkeit, woman, wie in Baiern, vom Mal; ausgeht und wo das Gesetz vorschreibt, aus derMaaß- (nicht Gewichts-) Einheit desselben, ein bestimmtes Maaß Bier zubrauen; denn das Gewicht der Maaßeinheit Malz hängt sehr vom Mälzer ab,je nachdem dieser weiter oder weniger weit auswachsen läßt. —

Den chemischen Elementarbestand des Malzes hat R. Thomson verglei-chungsweise mit dem der Gerste untersucht. Nach ihm enthalten:

Kohlen-

stoß

Wasser-

stoff

Stickstoff.

Sauerstoff.

Asche.

100 Thle. trockene Gerste

02 Thle. trockenes Malz *)

46,25

40,64

6,60

6,45

1,29

1,26 '

41,48

42,25

3,71

1,40

Unterschied

5,61

0,15

0,07

— 0,77

2,31

Mithin verliert die Gerste durch Malzen viel Aschenbestandtheile und Kohlenstoff^bst etwas Wasser- und Stickstoff; sie nimmt dagegen Sauerstoff auf. —

Das Schroten.

Die Hülsen des Walzens sind viel zu dicht und undurchdringlich, um ein^^ichend rasches und bequemes Ausziehen der löslichen Theile beim Einmai-^ en ?u gestatten. Es ist darum eine mechanische Ausschließung der Malzkör-et ' »das Schroten-- nothwendig; aber wie weit diese getrieben wird, ist

*■* 100 Thln. nämlich: 44,17 Kohlenstoff, 7,01 Wasserstoff, 1,37 Stickstoff, 45,93

Sauerstoff und 1,52 Asche.