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Zweiter Band.
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316 Fünfte Gruppe. Die Nahrungsmittel betreffende u. landwirthfchaftl. Gewerbe.

DasSchr°,-N. nichts weniger als gleichgültig; denn z. B. in Gestalt von Mehl würde zwardas Malz dem Wasser eine größere Oberflache bieten und rascher ausgezogenwerden, aber auch damit auf der anderen Seite eine breiige und teigige Massebilden, von der sich die Flüssigkeit nur sehr unrein und sehr unvollkommen ab-seihen ließe, die mithin eben so ungeeignet ist als ganzes Malz. Dagegen kannman das Korn zum Behufe der Auflösung gehörig eröffnen, zugleich aber dieHülsen sehr gut zum Zusammenhalten des Mehlkerns benutzen, um das Tei-gigwerden der Masse zu verhindern. Das rationellste Verfahren besteht dem-nach darin, das Malz nicht zu zermahlen, sondern nur stark zu quetschen, sodaß die Körner nicht zertrümmert, sondern nur platt gedrückt, die Hülsen nichtabgelöst, sondern nur mehrfach gesprengt werden, und den-Mehlkern noch wieein Netz aus Bändern zusammenhalte.

Diesem Zweck entspricht am besten die Walzenschrotmühle, Fig. 62 u 63

Fig. 62.

Die beiden glatten, eisernen Walzen bewegen sich in mes-stngernen Zapfenlagern, welche auf einem Querbalkenausgeschraubt sind, und mittelst Stellschrauben so langeeinander genähert werden, bis die Walzen richtig stehen.Aus dem Trichter A gelangt das Malz in den darunterbefindlichen Rumpf, welcher mit einer Stellplatte a undbeweglichem Schuh b versehen, also gerade so beschaf-sen ist wie der Rumpf der Getreidemühlen (Bd. II.,S. 102.). Die Bewegung von b geschieht von dem Zahn-rad H aus, welches auf der Axe der einen Walze aufge-zogen ist; ein Hebel d wird von den Zahnen abwechselndgehoben und schiebt dadurch den zweiten mit ihm undzugleich mit dem Schuh verbundenen Hebel C hin undher. Diese Erschütterung des Schuhes b bewirkt eingleichmäßiges Ablaufen des Malzes auf die Walzen, welchees rasch.zwischen sich durchführen, dabei quetschen undaus den unteren Trichter fallen lassen, wo es sich alsMalzschrot sammelt. Die Körner, welche an den Walzenhangen bleiben, werden zu beiden Seiten von den Schabe-klingen c zurückgehalten, die durch Gewichte angedrücktwerden. Bei G ist die bewegende Kraft angebracht, welchedie eine Walze in Umdrehung versetzt, welche von da auf die zweite Walze über-tragen wird. — Solche Walzenschrolmühlen sind übrigens nicht diejenigen, dieman am häufigsten antrifft; bei vielen Brauern hat man Hand-Schrotmühle»,welche das Malz nicht quetschen, sondern brechen, d. h. grob mahlen; diese sindoft nach Art der Kaffeemühlen eingerichtet. Wohl die meisten Brauer bedienensich der gewöhnlichen Getreidemühlen; die Steine des zum Malzschroten bestimm-ten Gangs müssen gut geschärft und mit Sorgfalt gestellt, besonders aber mußSorge getragen sein, daß sich das Malz möglichst wenig erhitze, daß also nickstzu viel Malz auf einmal zugelassen werde und die Steine luftig gehen. Denndas Malz unterliegt dadurch noch viel leichter schädlichen Veränderungen, udas Getreide. Der größte Theil des Malzes wird von den Steinen in grobe

«SSE?

Flg. 63.