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Zweiter Band.
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Geistige Getränke. Die Bierbrauerei. Das Bier.

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Wie man steht, erreicht der Alkoholgehalt der stärksten Biere erst den derdichteren Weine. Die Lagerbiere enthalten, wenigstens in dem Zustande, inwelchem sie geprüpst wurden, im Litte 1,3 bis 1,5 Grm. oder etwa 0,7 ihres

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Volums Kohlensaure, sind also nicht völlig damit gesättigt. Der Wassergehalt^tragi bei den stärksten Bieren gegen 80 Proc., bei den Lagerbieren gegen90 Proc., bei den leichten Schenkbieren noch etwas mehr.

Bei fehlerhaftem Verfahren, sei es beim Maischen, Kochen, bei derr Ung, oder in der Behandlung auf dem Lager — besonders bei mangelhafterReinlichkeit — verliert das Bier vor der Zeit seine regelrechte und trinkbare Be-sessenheit, es fallt ab oder steht ab. Dieses Abfallen äußert sich anfangs"Ur durch eine hartnackige Trübheit, bei weiter fortgeschrittenem Stadium durch^chaalheit, und im höchsten Stadium durch Säuerung.

Die Trübheit ist nicht allemal ein Zeichen anfangender Verderbniß, aber

>wmer ein wesentlicher Fehler. Sie kann davon herrühren, daß das Bier nichtaus der Hauptgahrung hervorgegangen, oder sie ist in dem anfänglichen^>er erst in der Lagerung entstanden und alsdann bedenklicher. In beiden

v«uen kann geholfen werden, am zweckmäßigsten durch Kräftigung der Nach-gärung, indem man entweder die Bodenhefe des Fasses aufrührt oder das ab-sende Bier ein - oder mehrmal auf die Hefe eines frisch abgelassenen Fasseserhaltenen Bieres zapft, oder etwas frisch gekochte, ungegohrene, oder auchEhrende Würze zusetzt. In Folge der lebhafteren Gasentwickelung und Hesen-I °ung wird die Trübung alsdann mit ausgestoßen. Weniger empfehlenswerth^d die sogenannten Klarmittel: Thierischer Leim, nach dem Urtheil der Prak-lOn C ' n ausgezeichnetes und sicheres Mittel, im Verhältniß von % Loth aufals Bier , als solcher, als Abkochung von Kalbsfüßen, von Knochen,

auf ^ausenblasenlösung rc., ferner Eiweißschaum und Kochsalz bis zu % PfundJ den Centner Bier. Der Leim kann hier nicht wirken wie im Wein, weilda« ^erbestoff im Bier ist, das Eiweiß nicht wie in anderen Fällen, weil man

en kann geholfen werden, am zweckmäßigsten durch Kräftigung der Nach-

ein ausgezeichnetes und sicheres Mittel, im Verhältniß von % Loth auf

,'° Wr nicht damit kocht; ebensowenig laßt sich die Wirkung des Kochsalzes

bei— Am leichtesten tritt die Trübheit bei Weißbieren, bei Selbstgährung,jj e Ungehopsten Bieren und bei obergährigen, weniger leicht und seltener bei Lager-

gäh ^ Schaalheit ist eine Folge von unrichtiger, zu weit getriebener Ver-Fäss^' Bon zu langer oder sorgloser Aufbewahrung (in schlechtverspundetenwarmen Kellern und dergl.). Sie ist ein Beweis, daß das Bier^ mc überschritten hat, daß aller Zucker durch die Nach-bera»?? ^rzehrt, mithin die Quelle zum Ersatz der abdunstenden Kohlensäure

d°N wurmen Kellern und dergl.). Sie ist ein Beweis, daß das Biergzh^°^punkt seiner Güte überschritten hat, daß aller Zucker durch die Nach-her^ "8 verzehrt, mithin die Quelle zum Ersatz der abdunstenden KohlensäureEs kann nur dadurch, obwohl nothdücstig geholfen werden, daß8äh^^ durch Zusatz gehopfter Würze oder durch frisch von der Haupt-8 kommendes Jungbier, ein zweitesmal in Nachgährung versetzt.

Sauerwerden des Bieres ist das letzte und unheilbare Stadium seinerUt1i) m tt>ofcci b,e Umwandlung seines Alkohols in Essigsäure eingetreten^^Ure k °^ iV lBcn '8 cc fortgeschritten ist. Nimmt man, wie oft geschieht, diePottasche oder Soda weg, so ist nur das augenfälligstew, aber nicht das Uebel selbst beseitigt. An die Stelle des zu Essigsaure