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Zweiter Band.
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Die

Destillir«apparare.

Geistige Getränke. Die Branntweinbrennerei. Destillation. 429

Wärmeverlustes, läßt sich indessen jenem Schaden so weit bekommen, daßdie Dampfdestillation nicht mehr Warme consumirt, als bei der einfachen De-stillation auf freiem Feuer das Abtreiben der Maische und die Rectisication desCutters erheischt. Zu diesem Resultate tragen noch einige andere Umstände vonSeiten der Dampfdestillation das Ihrige bei. Die Destillation, selbst wennMehrere Apparate im Gange sind, das Abkochen der Kartoffeln, kurz alle einschla-Zenden ähnlichen Verrichtungen können mit einem einzigen Dampfkessel, also auchMit einer Feuerung betrieben werden. Die Abnutzung der Blasen ist geringer,ste können daher leichter und wohlfeiler gemacht werden. Der Apparat bedarfweniger Reinigung, und diese ist leichter, wodurch wieder Zeit und Arbeit erspart wird.

Der innige Zusammenhang der Destillation mit dem wichtigsten und schwie-rigsten Gewerbe, mit der Landwirthschaft, ist noch für andere zahlreiche Erfinder°M Sporn gewesen, die auseinandergesetzten Principien in einer für die PraxisMöglichst brauchbaren Weise und für den Hauptzweck zusammenwirkend aus-zuführen. Aus diesen Bestrebungen ist eine lange Reihe verschiedener Apparatehervorgegangen; sie ist dadurch fast in's Unübersehbare vermehrt worden, daßUtan leider so viele, oft nur untergeordnete Modificationen zu einem neuen Ap-parate gestempelt hat. Sie lassen sich indessen auf eine mäßige Anzahl Grund-^ppen zurückführen, deren Abbildung und Beschreibung zur Leitung in diesemLabyrinth hinreichen wird.

Sie lassen sich unterscheiden nach ihrer Eonstruction in einfache und zu-^stmmengesetzte; nach dem Material, was sie verarbeiten, in solche fürMaische und solche für Würze, Wein oder ähnliche dünne Flüssigkeiten;

"uch der Heizung, in solche für freies Feuer und in Dampf geheizte; nachim Produkt, in Branntwein- und in Spiritusapparate; endlich nachetl > Gange, in Apparate mit unterbrochener und Apparate mit ununter-^vchener Destillation.

Der alte Apparat oder die einfache Blase.

Der einfache Destillirapparat, Fig. 96, ist aus drei Haupttheilen zusam- Di,^-inf-ch-

Fig. 96.

mengesetzt: Aus derBlase A, aus demHelm B und ausdem Kühlfaß Cmit dem Kühirohr.

Die Blase hatstets die Gestalt einesflachcylindrischenKessels, dessen Dek-kelplatte sich oben bisauf eine ziemlich weiteOeffnung zusam-menzieht. Die Di-mensionen der Blase

von der Quantität Maische ab, welche auf einmal abgetrieben werden

Blase.