Geistige Getränke. Die Branntweinbrennerei- Destillation. 431
Umgebung des Helms mit Wasser (Mohrenköpfe) kann diese Eigenschafterhöht werden. Die gewöhnliche Form ist die annähernd kegelförmige, mehroder weniger ausgebaucht, oft bis zum Kugelförmigen. Jedenfalls muß sie sofan, das alles im Helme verdichtete in die Blase zurückfließen kann. Gewöhn-^ch schiebt sich der Helmrand in den Blasenhals ein und wird dann verkittet;zweckmäßiger ist ein Verschluß mit Flantschen und Schrauben. — Die Helm-^hre muß mindestens so weit sein, daß sie die aus dem Helme tretenden Dampfeohne Erhöhung des Druckes fortzuleiten vermag; im entgegengesetzten Falle ent-ehrn Schwierigkeiten den Helm dicht schließend zu erhalten, und der Siedepunktin der Blase wird steigen.
Der einfachen Blase wird noch gegenwärtig in einigen Fallen der Vorzug^geben, weil man ihr einen günstigen Einfluß auf den feinen Geschmack des"^dstillates zuschreibt. Dies ist unter andern bei den berühmten Fruchtbrannt-^kinen in Schottland (Whisky) und dem Nordhauser der Fall. Die DestillationMaische liefert, aus den angegebenen Gründen, zuerst Lukter oder Halbwein;^str wird durch eine zweite Destillation rectisicirt, d. h. in ganzen Wein oderdanntwein verwandelt. Man sammelt das Destillat so lange, als es noch diest^wunschte Starke zeigt; der Nachlauf wird besonders aufgefangen und dem Lut-* ec zugesetzt. — Sonst bedient man sich der einfachen Blase nur, wo die Klein-heik des Betriebes und der Mittel die Anschaffung größerer Apparate verbietet.
. In allen übrigen Fallen ist der einfache Apparat, wegen des damit ver-"udenen bedeutenden Aufwandes an Zeit, Arbeit und Kosten langst den schonMahnten, verbesserten Constructionen gewichen. Diese beziehen sich theils auf" Destillirapparar im engeren Sinne und machen damit das Wesen der weiterbeschreibenden Apparate aus; sie beziehen sich aber auch auf die davonabhängigen Kühlvorrichtungen, worüber die nöthigen Erläuterungen bereits^ausgeschickt sind.
g e£ der einfachen Blase in ihrer ursprünglichen Handhabung sind die Man-^ Um # in der Nothwendigkeit gelegen, daß man das Gut zwei Mal — einö “ ^ Maische und ein Mal als Lütter — destilliren muß, um daraus kauf-d«/ ® actte ' Branntwein oder ein stärkeres Gut, zu machen. Es vermehrt sichstoff^ ^ Aufwand an Arbeit, an Zeit, und vor Allem an (Warme) Brenn-Denn die ganze Wärmemenge, welche erforderlich ist, um den Lütter in>uit^ "wandeln, geht nach dem alten Verfahren in's Kühlwasser und wirdlerz '^ cm 8" nicht, oder nur mangelhaft benutzt. Der ganze Betrag des Lut-bavon"^ ferner ein zweites Mal zum Sieden gebracht und ein sehr großer TheilCIn zweites Mal in Dampf verwandelt werden; die hierzu erforderliche"Nvoll^"""^ wird zum zweiten Male auf das Kühlwasser übertragen und ebenso^ men benutzt. Gesetzt *), man habe aus diese Art in einer Blase^fund Maische (zu 3 Proc. — 60 Pfund Alkohol), so müssen davon
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für ^ nu , n 8 en wie die obige sind nur annähernd richtig und haben deshalb lediglichPrari« e 9 u , n 3 des Grundverhältnisses und des Princips, keineswegs aber für dieaber,. un wittel6aten Werth, weil dort eine Menge von Nebeneinsiüffen thätig,tz er unberücksichtigt gelassen sind.