432 Fünfte Gruppe. Die Nahrungsmittel betreffende u. landwirthschaftl. Gewerbe.
D-, (S. 417) 20 Proc. (— 400 Pfund) als Lütter und von diesem gegen 35 Proc.
(— 139 Pfund) als Branntwein von 43 Gew.-Proc. Alkohol abgetrieben wer-s> ®'afe M: ’ e den. Das Verhältniß der Wärmemenge (in Pfunden Wasserdampf von lOssoausgedrückt), welche jedesmal erforderlich sind, um den Rückstand in der Blaseauf lOlW zu erhitzen und das Destillat in Dampf zu verwandeln, stellt sich dannwie folgt:
Erste Destillation,Lutterma chen.
Wärmemenge, ent-sprechend PfundenWafferdampf.
Zweite Destillation,Wein mache».
Wärmemenge, ent-sprechend PfundenWasserdampf.
Bleibt zurück:Schlempe 1600 Pfd.
Geht über:
Alkohol 60 Pfd.Wasser 340 »
300 Pfund
24 »
340 »
Bleibt zurück:Phlegma 261 Pfd.
Geht über:
Alkohol 60 Pfd.Wasser 79 »
49 Pfund
24 »
79 »
Lütter . . 400 Pfd.
Zusammen 664 Pfd.
Branntwein 139 Pfd.
Zusammen 152 Pss-
Maische . 2000 Pfd.
Lütter . . . 400 Pfd.
Die Wärmemenge, welche bei der ersten Destillation den 400 Pfd. Lutter-dampfen durch das Kühlwasser entzogen werden muß, entspricht der vo»24 + 340 — 364 Pfund Wasserdampf; die Rectisication des Lutters erheischtnur so viel Wärme, als 152 Pfund Wasserdampf enthalten. Es fließt darausdie wichtige Wahrheit, daß die in den Lutterdampfen enthaltene Warme nickstnur hinreicht, um den Lütter zu rectificiren, sondern noch einen Ueberschuß giebt-Wenn es daher gelingt, in einer einzigen Destillation Branntwein zu er-zeugen, so wird für einen solchen Fall über % oder so viel Wärme erspart, daßman damit 152 Pfund Wasserdampf erzeugen oder die Halste jener Maisikst,nämlich gegen 1000 Pfund zum Sieden erhitzen kann. Hierzu kommt noch,daß die heiße Luft der Feuerung, nachdem sie die Blase verlassen hat und in df"Schornstein eintritt, noch einen Ueberschuß von nutzbarer Warme enthalt. ^kann mithin in doppeltem Sinne Warme erspart werden: theils durch Benutzungder von der Feuerung abziehenden disponibeln Hitze, theils aber auch dadurcy,daß man die in den Dampfen enthaltene Warme sogleich auf die Maische deonächsten Destillation übertragt. Man kann ferner diese Dämpfe in derselbenOperation zur Rectisication benutzen, indem man sie direct auf die Maische oden Lütter wirken läßt. Beide Arten von Wärmeersparniß nennt man ”
Da« Vorwärmen«. Das Vorwärmen mittelst der Dämpfe des Destillates k«n^ssoraormtn. sehr leicht mit der Rectisication oder Dephlegmation nach den bereits eN
wickelten Principien verbunden werden.
Einen Vorwärmer der ersten Art, mit Benutzung der in den Schornj ^abziehenden Hitze, zeigt Fig. 98 im senkrechten Durchschnitt. Der AugFeuerung geht vom Boden der Blase um die Seitenwande herum in den^ ö 11 ^c, woselbst ihm ein doppelter Weg gegeben ist, entweder direct in die Esse v
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