Geistige Getränke. Die Branntweinbrennerei. Destillation. 445
einem Strom von bestimmter Starke durch den Trichter des Steigrohres k h »>»in den Kühler F und zwar am Boden desselben bei k l eintreten. Der durch ™'®' roän '’die Kühlschlange warm gewordene Theil tritt — durch den von unten nach-fließenden kalten Wein verdrängt — oberhalb des Kühlrohrs durch das zweiteSteigrohr g g in den Vorwärmer E und zwar zuerst in die Tröpfelrinne rr,welche ihn über den Hinteren Theil des Dephlegmators ss verbreitet, der dieGestalt eines waagerecht liegenden Schlangenrohres hat. Durch die Abkühlungdieses Dephlegmators erwärmt sich der Wein, der den Vorwärmer E ganzanfüllt, zum zweiten Male und nimmt mit einer, dem Siedepunkte nahenTemperatur seinen Abfluß durch das Rohr h h nach dem Rectificator C. —
Um zu bewirken, daß in diesen Rectificator nur ganz heißer Wein gelangt, istder Vorwärmer E durch die Scheidewand o o in zwei ungleiche Kammern ge-theilt, welche nur durch eine Oeffnung von unten communiciren. Der in dergrößeren Abtheilung vorgewärmte Wein kommt auf diese Art zuletzt in die vor-dere Kammer, deren drei Windungen von ss den heißesten Dampf führen, sodaß nur Wein aus dem oberen Theile dieser Kammer, also nur der heißeste Wein,durch h abzieht. — Der freie Fall des heißen Weines würde dem in C auf-steigenden Dampfe nicht Zeit genug zur Reclisication gewähren; deswegen ist6 Mit den halbkreisförmigen, wechselständigen, gegen einander geneigten Schei-den versehen, welche den Wein nöthigen, in Cascade» hinab nach D zu flie-ßen. Diese Scheiben sind so an die drei senkrechten Stäbe befestigt, daß sieuu diesen, als ein Ganzes, herausgenommen und gereinigt werden können.
In der zweiten Blase B sammelt sich der Rectificationsrückstand schon bei-nahe entgeistet; durch das Rohr d und den Hahn c wird er in die erste Blase^ abgelassen, wo er den letzten Rest seines Alkohols verliert und durch b mit-ist des Hahnes a entfernt wird. B soll wahrend der Destillation nur aufA dagegen auf % seiner Höhe angefüllt bleiben, was man an den Glas-^hren p und p 1 beurtheilen kann. Beide Blasen sind in derselben FeuerungZugemauert, so daß die zweite Blase B noch die abziehende Hitze empfangt.
Aus dem in der Blase A befindlichen Phlegma entwickelt sich der zum^triebe nothwendige Dampf (er enthalt noch Spuren von Alkohol) und streicht"Urch das Dampfrohc fsunb die Flüssigkeit der Blase B, um diese zum Sieden^ ^Hitzen, wobei ihn die abziehende Hitze der Feuerung von A unterstützt. Aus. steigen die Dämpfe gerade auf nach dem ersten Rectificator C und nehmen,
'W’mt ß e H^r die Cascaden streichen, zu dem wenigen Weingeist, den sie aus° umbringen, noch den größten Theil des Weingeistes aus dem Weine auf; zu-bleich erleiden sie an den Außenwänden von C eine Dephlegmation. Sie gelangen°u da unmittelbar nach D, dem zweiten oder Lutter-Rectisicator, worin sich derUtter aus dem Vorwärmer E sammelt, und zum Behuf der Rcctisication mit°u aufsteigenden Dämpfen zusammentrifft. D ist zu dem Ende in sechs Ab-teilungen getheilt, der Lütter tritt in die erste und vierte ein, sammelt sich in4 einzelnen bis an die Mündungen der weiten und kurzen Ansatzröhren, wgr-^f in die nächst tiefer gelegene und zuletzt durch das Verbindungsrohr h' zu
vorgewärmten Wein nach C abfließt. Der Dampf nimmt denselben WeglU>arts, wird aber in jeder Abtheilung durch die übergestülpten Kappen ge-