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Zweiter Band.
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446
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446 Fünfte Gruppe. .Die Nahrungsmittel betreffende u. landwirthschaftl. Gewerbe.

zwungen, durch den Lütter durchzustreichen, worauf er sich in dem Rohr lsammelt, welches ihn in die Dephlegmationsspirale ss und von da durch dasVerbindungsrohr tt in die Spirale zs des Kühlapparates führt.

In den einzelnen Windungen jener Spirale ss sammelt sich vermöge derdaselbst stattfindenden Dephlegmation ein Phlegma, dessen Weingeistgehalt inden vorderen Windungen am stärksten, in den Hinteren abnehmend schwacherist; dieses Phlegma rinnt im unteren Bug jeder Windung zusammen und wirddurch die Ansatzröhrchen iiiii in das Sammelrohr vv geführt. Es kannvon da aus an drei Stellen — durch den Hahn x und x' in das Rohr m m,oder wenn beide Hahne geschlossen sind, durch das Rohr n — nach D geleitetwerden. So kann man nach Belieben dieses Phlegma ganz, oder nur denschwächeren Theil zur Rectisication nach D leiten; man kann es eben so leichtdurch t mit dem Destillat direct in den Abkühler leiten, je nachdem dieses mehroder weniger hochgradig verlangt wird. Der Hahn n‘ dient, um eine Probedes aus n, der Hahn m‘ des aus m kommenden Phlegmas zu nehmen.

An dem Vorwärmer E sind die Oeffnungen qq zum Reinigen und einAnsatzrohr u mit Hahn am Boden angebracht, um den Wein daraus directin die Blase abzulassen, wenn dies gewünscht wird.

D,r A«van>, Mit der Heizung der Destillirapparate durch Dampf hört die Nothwendig-v°n Cofftt,. me(a (( enet . Gefäße auf. Schon Galt hatte einen wohlfeilen Apparat con-struirt, wobei die Blasen, Vorwärmer, kurz Alles außer dem Dampfkessel/hölzerne Bottiche, und nur die Röhren und ähnliche Ausrüstungen, von Kupferwaren.

Der in Großbritannien im Jahre 1832 von Coffey patenkisirte Apparat/für die Destillation von (dünner) Würze aus Getreidemaische, ist das in Holzund für den Betrieb in sehr großem Maaßstabe ausgeführte Princip von De-rosne mit ununterbrochener Destillation. Man sieht diesen Apparat nochjetzt mit wenigen Modisicationen in den englischen Brennereien ersten Ranges/welche einen Spiritus fabriciren, der nachher als Rohstoff zu verschiedenen zu-sammengesetzten Liqueuren und Branntweinen, dient, also für sich nicht ge-trunken wird. — Der Eoffey'sche Apparat, dessen nähere Einrichtung a»sder Skizze Fig. 112 ersehen werden kann, wird mit einem gewöhnlichen Dampf'kessel verbunden. Schon sein Aeußeres weicht von dem der Apparate des Eon-tinentes durchaus ab und gleicht einem colossalen, hölzernen Schrank.

Der Haupttheil besteht aus 5 bis 6 Zoll starken Bohlen, die Zwischentheilcaus Kupfer. Er hat mit dem D e r o s n e ’ scheu das Wesentliche gemein, daß st^in demselben ein Strom von Dampf mit stets zunehmendem, und ein Stromvon weingahrer Maische mit stets abnehmendem Weingeistgehalt, in entgegen^gesetzter Richtung bewegen und in gleicher Weise begegnen. — Der eigent-liche Apparat besteht aus drei Haupttheilen; dem Maischsammler AAA u"dden beiden viereckigen Säulen oder Aufsätzen. Die vordere Säule DDE(analjzer) ist zur Rectisication der Maische, die zweite Säule (i-ectilier) zumVorwärmen der Maische bestimmt; der untere Theil F FF dieses Vorwarmer-dient als Dephlegmator und zur Rectisication des Lutters; der obere Theil Ezur Condensation des hinreichend verstärkten Dampfes.