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Zweiter Band.
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Sechste Gruppe. Die Bekleidungsgewerbe.

^D-rst-eung Setzt man in dem Deckel eines geschlossenen Cylinders ein Rohr ein undfüllt das Ganze mit Wasser, so übt die Wassersäule im Innern des Cylinderseinen Druck aus, der ihr eigenes Gewicht vielfach übersteigt. Dieser Druck istnämlich, welches auch die wirkliche Weite des Rohrs sein mag, stets so groß,als ob die drückende Wassersäule bei gleichbleibender Höhe denselben Durchmesserhätte, wie der Cylinder. Bringt man zwischen das Druckrohr und die Abfluß-öffnung des Cylinders z. B. eine compacte, festliegende Lohschichte, so wird dasWasser mit diesem Druck durch die Lohe hindurchgepreßt und auf seinem Wegevon Schichte zu Schichte lösliche Bestandtheile aufnehmen, bis es damit gesät-tigt ist; jede Wasserschichte wird von der nachfolgenden verdrängt, ohne daß inden engen Zwischenräumen der Lohe eine Vermischung beider, oder was dasselbeist, eine merkliche Verdünnung der stärkeren möglich ist. Umgekehrt geht durchjede Lohschichte nach und nach die ganze Menge des angewandten Wassers undentzieht ihr die löslichen Theile bis zur völligen Erschöpfung. Die Real'MPresse gewährt also mittelst des Princips der Verdrängung den Vortheil derFiltration, der vollständigen. Erschöpfung mit der geringsten Menge Wasser, undder Zeitersparniß. Es liegt zugleich in diesem Princip, daß die ablaufende Flus-sigkeit, wenn die unterste Lohschichte erschöpft ist, ziemlich plötzlich aus dem con-centrirten in den verdünnten Zustand übergeht. Die Einrichtung ist einfach undwird für den vorliegenden Zweck am besten wie in Fig. 143 ausgeführt.

Fig. 143.

nach oben verjüngte Bottich ist so ein-gerichtet, daß er dem anzuwendenden

Druck widersteht und allenthalben was-serdicht schließt. Zu dem Ende ist «stE in Eisen gebunden, Deckel undBoden fest eingefügt und beide zurVerstärkung mit Querleisten versehen-Die vorher angefeuchtete Lohe wirddurch die Klappen a a auf den durch-löcherten Boden eingetragen und Mä-ßig festgedrückt; diese zum Aus- »ndEintragen der Lohe in dem Deckel an-gebrachte weite Klappen sind mit abge-schrägten Rändern versehen, deren stst^Schluß also durch den Druck vermehrtwird. Die Lohe, die am besten zwisths^zwei Packtüchec geschichtet wird, reichtnahe unter den Deckel; in den Zn>i-schenraum zwischen diesem und den»smnn t obern Tuch mündet das Druckrohc bc.

burch den Trichter Wasser auf und erhält d-i, Wasserstandenrln^e derjenigen Höhe, welche dem gewünschten Druck

Lobbnät, ' ^ filtrirt durch die Lohschichte hindurch, sammelt sich

m i r »l e J mf Mu' beibm S ° bm unb laust von da durch das Rohr d in einenS I tzten Behälter. Nach dem erwähnten Gesetze kann der Druck in einen«