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Zweiter Band.
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Gärberei. Rvthgtirberei. Zurichten. 585

Zweck, dem Leder im Voraus durch mechanische Hülfsmittel (Hammern «■ dgl.)jenen Grad von Dichte zu ertheilen, den es sonst beim Gebrauch, also unter demGewicht des Körpers und dem Tritt annehmen würde.

Die gahren Sohlleder werden, sowie sie aus der Grube kommen, abge-kehrt, um die anhangende Lohe wenigstens aus dem Groben wegzuschaffen, undium Trocknen aufgehängt. Zu diesem Behuf ist gewöhnlich das oberste Ge-schoß der Garbereien zu einer dem freien Luftzug ausgesetzten und nur von obendurch das Dach gegen Regen geschützten Trockenkammer eingerichtet. In grö-ßeren, auf fabrikmäßigem Fuß betriebenen Anstalten hat man mit Vortheil dasTrocknen durch Anwendung von warmer Luft und Ventilatoren von dem Zu-stand der Atmosphäre unabhängig gemacht und beschleunigt. Bevor die Lederwollig lufttrocken sind, werden sie sofort gedichtet, was in kleineren Garbereienaus der Hand, durch Schlagen mit Hämmern auf einer harten, völlig ebenenUnterlage geschieht. Die Anwendung von eisernen Hämmern und Platten hat^as Mißliche, daß die Leder dadurch leicht geschwärzt werden; messingene oderkupferne Hammer und geschliffene Steinplatten (Marmor) sind daher vorzuzie-^u. Letztere dürfen nirgends hohl liegen und werden daher am besten in Gypsgebettet. In größeren Anstalten verrichtet man diese Arbeit nicht aus der)->and, sondern zum großen Vortheil der Güte des Products sowie mit Zeit- und^rbeitsersparniß, durch Maschinen.

Dahin gehören zunächst die durch Wasser oder Dampf bewegten Schwanz-^Mmer, von derselben Einrichtung, wie sie zu metallurgischen Zwecken dienen.

einer Fabrik bei Paris hämmert man täglich mit einem 'solchen 20 Pfundschweren Hammer, der in der Minute ungefähr 200 Schläge giebt, 30 Häute,Ehrend aus der Hand höchstens 25 und bei weitem nicht in der Güte gehäm-

werden konnten.

Noch vorzüglicher in der Wirkung und ökonomischer ist eine andere, zuerst^ Paris (so in der Gärberei von Sterlingue) eingeführte Vorrichtung,'8- 144. Sie unterscheidet sich von der vorhergehenden darin, daß sie nach

Art eines Fallwerks eingerichtet istund die Leder bei der Bearbeitungauf einer geheizten Unterlage ruhen.

Die Hauptlheile der Maschinesind der Stempel a bced, der Am-bos k und die Tafel mn mit denReibungsrollen zz, worauf das Le-der liegt. Die hohle kupferne Bahny des gußeisernen aus einem höl-zernen Gerüste ruhenden Ambofesk ist mit Dampf auf beiläufig 40°C. geheizt. Die darauf wirkendeBahn x des hölzernen Stempels istebenfalls von Kupfer und an demgußeisernen, 6 Centner schwerenSchuh ab befestigt. Das Gerüste

Fig. 144.

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Hüilii»er>l desSvylleders.