Gärberei. Rothgärberei. Zurichten. 571
Rahmen verbunden; die Zapfenlager der Stange g sind in dem Schlitz f der smu«,Pfeiler w verschiebbar; zwei an den Zapfen angebrachte (nicht abgebildete) Fe-dern streben die Stange g fortwährend zu heben, sie können aber mittelst derauf die Zapfenlager von g wirkenden ^Stellschrauben q in jeder beliebigen Stel-lung fixirt und dadurch v der erforderliche Druck ertheilt werden; in ähnlicherWeise wird die seitliche Stellung von v vermittelst der durch i gehenden Stell-schraube u geregelt.
Auf der entgegengesetzten Seite der Spalte t ist der Zubringer e, eine«ferne Platte, so befestigt, daß seine Lage nach der Höhe und nach der Seitejustirt werden kann. Die Platte e (Fig. 157) ist nämlich mit vier Federn,nn, versehen, und mittelst dieser durch die Bolzen z‘ flach auf die Tafel d be-fefKat. Die Bolzen gehen durch die Schlitze z der Federn n, welche hinrei-chenden Spielraum gewahren, um die Platte e etwas vor- oder zurückzustellen.
Die Spannung der Federn ist von der Art, daß sie die Platte e auf die Tafelniederhalten, sie kann aber durch die Stellschraube y beliebig gehoben werden.
Das Leder p ist schwach zwischen der Platte e und dem Brette s eingeklemmt,s» daß es ohne zu große Reibung, aber mit hinreichender Führung durchgleitet;der nöthige Druck auf das Brett s wird durch die in dem Schlitz des Pfeilersk verstellbare Walze r hervorgebracht.
Wenn das Leder zur einen Hälfte gespalten ist, so laßt man es aus derMaschine und der Walze o, dreht es um, und führt den Schnitt durch dieAbreite Halste.
Die Leder, welche die Buchbinder und Etuifabrikanten verarbeiten, sindB. die Narben von solchen gespaltenen, lohgahren Ledern.
Mitunter kommt es darauf an, dem Leder, wie z. B. dem für elegante s>, äs«*«,"eitzeuge bestimmten Leder, eine lichtere Farbe zu ertheilen. Zu dem Ende l ' 6 "'to^ben die lohgahren Haute zunächst mehrmals hintereinander in Wasser genetztausgestrichen. Man entfernt dadurch die nicht mit der Haut verbundenen,
Ohnehin schon färbenden und durch ihre spater erfolgende Oxydation das nochältere Nachdunkeln der Farbe verursachenden Bestandtheile der Lohe. Jeo^standiger dies gelingt, um so haltbarer bleibt der helle Ton. Man garbt"un die ausgestrichenen Haute in einer starken Sumachbrühe nach, wozu dreii a 9 e gewöhnlich ausreichen. Der Sumach giebt immer eine sehr hellfarbigeErbring und verhindert zugleich das Hartwerden der ausgestrichenen Lederdem Trocknen. Um endlich den bräunlich-gelben Farbenton noch mehr^vrzuheben, taucht man die Leder mehrmals rasch in ein Bad von höchst«i* Ut,ntet Schwefelsäure und spühlt sie dann aus. Wenn dieses Ausspähtenmit aller Sorgfalt geschieht, so bleibt ein Rückhalt von Schwefelsäure,c die Haltbarkeit des Leders unvermeidlich gefährdet. Die Leder werden so-f " 8"rocknet, gefalzt, geschlichtet und blankgestoßen. — Das beschriebene Ver-irrn ist das bei den Engländern gebräuchliche, deren Geschirrleder den höch-st? ^f genießt. Auf dem Comment verfährt man in der Regel weniger um-säg tind benutzt statt der Schwefelsäure gewöhnlicher saure Milch, Salz-le Unb einen Zusatz von Alaun. Es versteht sich, daß man bei den in Rede