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Zweiter Band.
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572
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Schwarze Ü< ;

Einlassen mitFett.

572 Sechste Gruppe. Die Bekleidungsgewerbe.

Zurichl-». stehenden Ledern schon bei der Garbung auf eine lichte Farbe hinarbeitet undbei dem Einfetten (s. u.) nur hellen, gereinigten Thran anwendet.

Die zum Oberleder der Fußbekleidung bestimmten Leder werden geschwärzt,und zwar gewöhnlich mit »Eisenbrühe« , welche mit einer breiten Bürsteauf die Fleischseite aufgetragen wird. Die Eisenbrühe verschafft man sich durchUebergießen von altem Eisen mit saurem Bier, Essig, auch wohl Schwefel-saure in einem Bottich und Stehenlassen. Nach einiger Zeit hat sich die Flüs-sigkeit in eine Lösung von essig- oder schweselsaurem Eisenoxydul und Oxydverwandelt, welche mit dem Garbstoff der Haut die tintenschwarze Farbe giebt.Meist sind drei Anstriche hinreichend, worauf das Krispeln und Einfetten folgt.Leder, deren Garbstoff die Eisensalze nicht schwarz fallt, z. B. mit Fichtenlohegegärbte, können nicht mit bloßer Eisenbrühe geschwärzt werden. Für diesewendet man eine tintenartige Flüssigkeit aus Blauholz, Gallapselauszug undEisenbrühe, oder auch die sonst gebräuchliche Farbe aus Talg, Seife, Wachs,Thran mit Ruß und Eisenvitriol an.

Alle ausgegarbten Leder zeigen, wenn sie unmittelbar getrocknet werden,selbst bei der sattesten und vollkommensten Garbung, eine gewisse Steifigkeit,einen Mangel an Geschmeidigkeit, welche ein frühzeitiges Brechen sehr besir-decn würde. Beim Biegen des Leders sind die Fasern gezwungen, ihre gegen-seitige Lage zu andern, sie schieben sich übereinander her, was man schon aneinem dabei bemerkbaren Geräusch erkennt. Beim Trocknen kleben nun dieFasern etwas aneinander und erhalten überhaupt eine Oberflachenbeschaffen-heit, welche eine beträchtliche Reibung zwischen ihnen bedingt, woraus sich i ertCErscheinung erklärt. Die Manipulationen der Zurichtung, soweit sie mit einerDehnung und Ziehen der Haut verbunden sind, mildern die Steifigkeit, abernicht hinreichend.' Aus diesem Grund und um sie gegen das Eindringen vouWasser weniger zugänglich zu machen, pflegt man alle Schmal- und Oberledermit Fett einzulassen. Es geschieht dies stets vor dem Trocknen, wenn die PHcen des Leders, ohne daß dies gerade naß ist, noch ganz und gar mit Feuw^tigkeit angefüllt sind. In der Regel ist das Einfetten die Operation,mit überhaupt die Zurichtung beginnt, obwohl es auch nach dem Falzennommen wird. Das übliche Material ist Fischthran mit oder ohne ZusatzTalg (etwa %) oder, wo man dies haben kann, Weißdrühe von den Sanngarbern. Man schmiert damit die auf einer Tafel ausgebreitete Hauteinander auf der Fleisch- und Narbenseite ein und hangt zum TrocknenIn dem Maaße, als die Feuchtigkeit verdunstet, zieht sich das Fr" tnHaut ein. .

Die Zurichtung ist lediglich auf die Verbesserung des Ansehens, Rei ^der Oberflache und Vermehrung der Geschmeidigkeit der Leder ul ,jj

gewinnen dadurch an der Eigenschaft, sich beim Ziehen in beliebiger > .

zu dehnen und die so erhaltene Dehnung beizubehalten, und gegen eine ®^ e(durch Ziehen nach entgegengesetzter Richtung zu vertauschen. Die Sund die ähnlichen Leder (denn die Sohlleder machen davon natürlich "" ^«,7,nähme) erhalten dadurch wie man es nennt »Zug«, aberntn weit ger ^Grade, als die weißgahren, oder gar die samischen Leder. >5N keinem ö