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Sechste Gruppe. Die Bekleidungsgewerbe.
S-g'n
kohlensaure
Alkalien.
Th--ri. d.-Leder schwillt in kalter Essigsaure vollkommen auf und wird ganz und gar durch-un8 ' scheinend, giebt jedoch nach dem Trocknen wieder Leder, aber keine Haut; dochgiebt die Flüssigkeit mit Eisenoxydsalzen und Brcchweinstein starke Reactionen aufGallapfelgarbsaure.
Ammoniak oder Aetzkalilösung in der Kalte mit lohgahrem Leder zusammen-J2 gebracht, geben eine tief dunkelrothbraune Flüssigkeit ohne Reaction auf Gärbsaure,A-tzalkalien, jfcjj dabxj offenbar ganz zersetzt, wahrend das Leder selbst in eine schwarz-braune, sehr brüchige Masse verwandelt wird. Kohlensaure Alkalien lösen daslohgahre Leder in der Hitze zu einer tiefbraunen Flüssigkeit auf, welche aberEiftn-salze schwärzt. In der Kalte mehrmals hintereinander mit kohlensaurem Alkaliausgezogen giebt lohgahres Leder viel auflösliche Bestandtheile ab; die ersten Aus-züge sind tief dunkelroth und schwarzen Eisensalze, die spateren nicht mehr; dasLeder erscheint geschwellt, nach dem Auswaschen und Trocknen Heller, aber sonstnicht wesentlich verändert. Anders verhalt sich das mit Gallapfelgarbstoff ge-garbte Leder; die mit einer verdünnten Lösung von kohlensaurem Natron erhal-tene Flüssigkeit ist bei abgehaltenem Luftzutritt braungelb und fallt stark dieEisenoxydsalze, den Brechweinstein und den Leim; das Leder schwillt sehr starkund trocknet nach dem Auswaschen zu einer hornartigen Masse ein, dieWasser in der Siedhitze zu Leim wird, also das Product einer Rückbildung desLeders in Haut ist.
Es geht daraus hervor, daß die rothgahren (d. i. mit irgend einem gärb-stoffhaltigen Material erzeugten) Leder einen Theil der aufgenommenen Pflanze»-stoffe (etwas Garbstoff, besonders aber Zerfetzungsproducte desselben nebst extrat'tiven und färbenden Substanzen) leicht abgeben und in einem losen Zustand ent-halten , daß aber der größere Theil sehr fest gebunden ist und hartnäckig zurück-gehalten wird. Man sieht ferner, daß verschiedene Garbsauren sich äußerst un *gleich verhalten: die Gärbsaure der Gallapfel, die sich mit so großer Energieso rasch mit der Haut verbindet, kann nichtsdestoweniger durch Entgacbung ^Sodalösung wieder abgeschieden werden; sie ist mithin weit lockerer gebunden a ^der langsam auf die Haut wirkende Garbstoff der Lohe, der unter keinen llw'standen mehr von der Haut abgeschieden werden kann; selbst unter dem EinMvon Agentien, welche die Haut verändern, bleibt er noch mit den Produktenser Umsetzung (Leim) verbunden. Ueberhaupt scheint der Garbstoff der Lohe aVorzügen sämmtlichen bekannten Gärbmitteln weit und entschieden überlegen.
d,s Bringt man alaungahres Leder in verdünnte Essigsaure, so schwillt sie”'TÄ ttn auf und ist von einem Stück geschwellter Haut im Ansehen nicht mehr zu ^terscheiden. Die Flüssigkeit nimmt etwas Thonerde auf, ohne diese der 4? flvollständig zu entziehen; denn die gewaschene und getrocknete Probe ist 5®^hornartig durchsichtig, wird aber durch Biegen und Ziehen lederartig, weiß uzeigt immer noch einige Gacbung. In siedendem Wasser lösen sich die ala»gahren Leder wie Haut zu Leim auf.
brt Nicht so die sämischgahren Leder; diese geben nur Spuren von Leim, ^mmschm se. Kochen nicht spröde und erleiden dadurch am wenigsten Beranderu
Von Sauren werden sie weder geschwellt noch angegriffen; selbst Aetzkaliloi