Gärberei, Theorie derselben. 593
^ sl nn gern narbenbrüchig werden, und überhaupt wenig Festigkeit besitzen. Daßdiese Fehler übrigens keine wesentlichen und nothwendigen Begleiter der Eisen-gärbung sind, geht daraus hervor, daß sie sich merklich bessern, wenn die Lösun-gen überschüssiges Oxyd enthalten und daß sie so gut wie ganz verschwinden, wennwan weingeistige oder ätherische Lösungen (von Eisenchlorid) anwendet. DieseEisenoxydleder sind schwerlich zu einer ernstlichen Concurrenz mit den lohgahrenledern geeignet, denen sie nur in der Farbe gleichen. Nach ihren wesentlichenEigenschaften sind sie am füglichsten neben die alaungahren Leder zu stellen, un-terscheiden sich aber durch eine solidere Garbung, welche durch Auswaschen mitNasser nicht geändert wird.
Noch weniger ist dies der Fall bei der Garbung mit den Ehromoxyd-^tzen, die überhaupt ausgezeichnete Eigenschaften zum Garben, aber auch denHauptfehler — ein gewisses Mürbmachen der Faser — mit den Eisensalzen ge-mein haben. Sonst liefern sie ein Leder von ausgezeichnet satter, blaß blaugrünerGarbung, welches gar keine Neigung zum Plattwerden, zum Einschrumpfen und^ Narbenbruch zeigt, gleichviel ob es in Wasser oder Weingeist gegarbt ist.
^"cht minder rasch und satt gärbt die Chromsaure und bildet mit der Haut e,,«»<(»««;Cln gelbes Leder, wie schon durch Warrington bekannt ist. — Mangan-^""^""^'°^vdsalze eignen sich wegen ihrerLeichtzersetzbarkeit nicht gut zum Garben. —
den Salzen des Antimonoxyds laßt sich ein, obwohl sehr schlechtes, An,i,,™«»»,*® e i§e8 Leder erzeugen, mit arseniger Saure gelingt dies jedoch nicht. Einesättigte Auflösung von Beinasche (phosphorsauren Kalk) in verdünnter Salz-^ Ce r giebt einen reichlichen. Theil ihrer Bestandtheile an die Haut ab; es ent-^ . c ‘ n weißgahres Leder von anfänglich guter Beschaffenheit, welches jedoch^Trocknen, und zwar zu einem gewissen Zeitpunkt, klebrig erweicht, teigig und^ Urbe wird. — Außer den schon erwähnten organischen Substanzen besitzen nochs^ e * andere garbende Eigenschaften, z. B. die fetten Sauren und die sauren^standkheile mancher Harze, und bilden lederartige Verbindungen mit der Haut.
Das Verhalten der Leder gegen verschiedene Agentien ist interessant in Be-aus die verschiedenartige Natur der Garbung.d ft- .Gewöhnliches lohgahres Kalb- (Ober-) und Ochsen- (Sohlen-) Leder, mitg! Wittern Wasser gekocht, giebt eine schwachbraune Flüssigk
enthalt, aber mit Eisenoxydsalzen Spuren von Garbstoff zu erkennen giebt,
^ und verwandelt sich in eine schwarzbraune Masse, die in der Hitze weich, fa-blasenwerfend, nach dem Erkalten aber pulverisirbar ist. Ebensosich mit Gallapfelgarbsaure dargestelltes Leder. — Lohgahres Leder mit^7 l 9 verdünnter Essigsaure übergössen und einige Zeit stehen gelassen, färbt die^ "Ure etwas braun, ändert sich aber sonst nicht. Die Saure giebt leichte Reac-a * en auf Garbstoff. Wenn das Leder nicht gehörig durchgegarbt ist, was beiIbtebcc selten, bei Sohlleder aber häufiger vorkommt, so schwillt es in derj) a , ltte ^s Schnittes und wird durchscheinend wie die Haut. Die Essigsaure ist(J'* ein sicheres, aber langsam wirkendes Mittel, um auf die Gahre und sattestark * U prüfen. — In der Siedhitze färbt sich die Saure starker, reagirtjp auf Garbestoff, wahrend das Leder dieselbe Beschaffenheit annimmt wielebendem Wasser. — Fast weißes, mit reiner Gallapfelgarbsaure gegarbtes
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2Crftnige
Beinasche.
Fette.
Harze.
Rothgalires
welche keinen hL ^
Wasser,
gegen
Essigsäure.