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Anhang; feie Leimstederei-
s e & * c i e i m. aufbewahrt werden muß, so laßt man es nach der eigentlichen Maceration in.. lamgut« 4 schwächerer Kalkmilch (von etwa 1 Proc. Kalk) liegen; es halt sich so aus Mv'nate bis über ein Jahr hinaus. Es kommt öfter vor, daß das Leimgut an denOrten, wo man es sammelt, nicht zugleich versotten, sondern zu diesem Ende erstan einen dritten Ort geschafft wird. Alsdann nimmt man an den Sammel-orten die Maceration vor, und trocknet das Leimgut des wohlfeileren Transportswegen vor der Versendung, aber ohne es auszuwaschen. Dieses trockene Gutmuß vor dem Versieben nochmals in schwache Kalkmilch eingeweicht und dannwie oben ausgewaschen werden.
Der Kalk erfüllt noch andere Zwecke: er scheidet mehrere Bestandtheile ab,theils durch Lösung, theils durch Fällung, er schwellt die Gewebe und erleichtertdadurch die Absonderung der Unreinigkeiten durch Waschen; er befördert endlichdie Auflösung beim Sieden, weil ein Theil des Kalks, von den Geweben gebun-den, in diesem Zustande nicht mehr durch Waschen beseitigt wird und mit in denKessel kommt. Es ist sehr die Frage, ob die erleichterte Auflösung durch denKalk nicht zugleich auf Kosten der Qualität des Leims geschieht.
Das Versirbm; Unter allen Umstanden kommt das Leimgut stets im vollkommen durchgt'roe j^ ten Zustand in .den Siedekessel. Die Behandlung beim Sieden ist zwareinfach, aber von bedeutendem Einfluß aus die Güte des Products, was haupt-sächlich darin seinen Grund hat,.daß die Umwandlung der Gewebe unter derEinwirkung des heißen Wassers immer nur langsam und sehr allmälig von sta^ten geht. Dies Hai zur Folge, daß der zuerst gebildete Antheil Gallerte nochlängere Zeit, und zwar so lange bis die Auflösung des Restes erfolgt ist,Siedhitze ausgesetzt bleibt und während dessen sich fortwährend verändert, dunkletwird und an der Fähigkeit zu gelatiniren verliert. Um einen möglichst reine»,hellen, gut gestehenden Leim zu erhalten, müßte es daher Grundsatz sein, die S e>bildete Auflösung sobald als thunlich der Siedhitze zu entziehen. Da aber d»Eonsumenten durchaus nicht immer die genannten Eigenschaften als Kennzeichs"der Güte ansehen, sondern oft dunkeln Leim vorziehen, so ist der Gang desdens nach Umständen verschieden. Entweder bringt man alles erforderliche Wa>'ser mit dem Leimgut in den Kessel und läßt das Ganze so lange sieden, bis daLeimgut vollständig zergangen (geschmolzen) ist, das alte Verfahren;oder man theilt das Wasser in eine Anzahl Portionen und kocht dasLeimgut nacheinander mit jeder einzelnen Portion Wasser so lange aus, bis d>^ses in eine concentrirte Gallertlösung verwandelt ist, Sieden mit Fract'
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Die Kessel sind am besten von Kupfer, sonst auch von Eisen, nicht 9 '
Die Kessel sind am besten von Kupfer, sonst auch vonflach, aber weiter als tief, und so eingemauert, daß nur de
darf schlechtere
nicht auf dem Boden liegen, weil es sonst unvermeidlich anbrennt. Entnsetzt man daher einen durchlöcherten, falschen Boden von Kupfer ein, oder bidas Leimgut in einen Korb oder einen Sack von Metallgewebe, den man inWasser hangt*). Der Kessel muß ferner mit einem höher liegenden Wasseri"
‘) Ost nur auf eine Lage von Stroh.