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Anhang; die Leimstederei.
sonst der Absatz aufgerührt und gestört würde. Ist die Leimkufe durch Aus-°-n-schwenken mit kochendem Wasser (der Decanthirkessel, wenn ein solcher gebrauchtwird, durch ganz gelindes Anheizen) vorgewärmt, so laßt man die Leimlösungzulaufen und rührt etwas Alaun (ungefähr 1 — 2 Tausendtel des Gewichts) zuund laßt das Ganze einige Stunden ruhig stehen. — Der Alaun fallt einigeorganische Substanzen, auch den Kalk als Gyps, bewirkt eine raschere Klärung(vergl. Bd. II. S. 26) und soll den Leim wahrend des Trocknens weniger zumFaulen geneigt machen. Der Rückstand im Kessel kann ein zweites Mal mitWasser ausgekocht und die dadurch erhaltene Gallertlösung das nächste Mal stattbloßem Wasser angewendet werden.
mit x-a-ii°< Bei dem Sieden mit Fractioniren, welches zweckmäßiger, rationeller aberweniger gebräuchlich ist, verfahrt man wie bei dem beschriebenen gewöhnlichen Ver-fahren, nur daß man in den Kessel nicht die ganze zur Schmelzung des gesamm-ten Leimgutes erforderliche Wassermenge, sondern nur einen Theil bringt unddiesen damit solange sieden laßt, bis er in probehaltige Gallertlösung verwandeltist, die man sogleich abzieht. Das rückständige, nur zum geringern Theil ge-schmolzene Gut wird mit dem zweiten Antheil Wasser weiter gekocht, bis auchdieser als probehaltige Lösung abgelassen werden kann und ebenso mit dem drit-ten Antheil Wasser verfahren. Die erhaltenen Gallertlösungen klart man wieoben, aber jede einzeln, weil sie verschiedene Qualitäten Leim liefern, die sich bes-ser als solche verwerthen. — Die vierte Auskochung des Leimgutes ist zu schwachund wird das nächste Mal als Wasser zugesetzt. Man sieht leicht, daß diesesVerfahren unter Beibehaltung des Princips, für größere Betriebe einer mehrpraktischen und vortheilhaften Ausführung fähig ist. Zu dem Ende sind dreioder vier mit Wasser beschickte Siedekessel nothwendig, durch welche das in einewKorb oder Metallnetz befindliche Leimgut der Reihe nach hindurchpassirt. Manhängt es in den ersten Kessel und hebt es, sobald die Flüssigkeit darin gesättigtist — etwa mit einem Krähn —, in den folgenden u. s. f. Jeder Kessel wirdnach dem Entleeren der Gallertlösung sogleich wieder mit Wasser gefüllt; dieletzte, schwache Lösung wird gar nicht abgezogen, sondern gleich zum Auskochender folgenden, frischen Beschickung benutzt.
„>i> Dampf. Die Schwierigkeit beim Leimsieden liegt, wie aus dem Gesagten hervor-geht, darin, daß die bereits gebildete Gallerte sich bei der Temperatur und wah-rend der Zeit fortwährend zersetzt, welche der noch unveränderte Theil des Leim-guts zu seiner Umwandlung in Gallerte unumgänglich nöthig hat. DüstSchwierigkeit kann wohl auf keine Weise zweckmäßiger umgangen werden, alsdurch das Sieden mit Dampf. Wenn der Dampfstrom mitten in der Mästedes Leimguts austritt und die nöthige Temperatur (Spannung) besitzt, soalle Bedingungen gegeben, dieses rasch und vollkommen in Gallerllösung zu ver-wandeln. Auf der andern Seite können nur concentrirte Lösungen entstehen,weil kein Ueberschuß von Wasser vorhanden ist; die Lösungen sammeln sichunteren, der direkten Dampfwirkung am wenigsten ausgesetzten Theil des Gesa-ßes und können von da jederzeit mittelst des Dampfdrucks, selbst ohne irge"Störung des Gangs, leicht abgelassen und aus dem Bereich der zersetzenden 4?'gebracht werden. Auch kann der Dampfkessel bequem zu NebenverrichtrMö^