Leimsiederei; Lederleim.
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und zum Heizen der Trockenkammern benutzt werden. Das Sieden mit Dampfwird indessen am seltensten angetroffen, wohl deswegen, weil es einen mehr fa-brikmäßigen Betrieb voraussetzt.
Die Gallertlösungen, wie sie nach den beschriebenen Methoden hervorge- Dashen, werden nunmehr in Formen gegossen, wo sie zu Gallertblöcken gestehen,und diese dann zu Leimtafeln geschnitten und getrocknet.
Wenn die Gallertlvsung in den Leimkufen oder Klarkesseln gehörig hell ge-worden und soweit abgekühlt ist, daß man noch eben den Finger darin leidenkann, zieht man sie durch ein kleines engmaschiges Sieb in die »Leim-tröge«, Fig. 160, aus Tannenholz, welche entweder gefettet oder benetzt seinFic,. 160. müssen, damit die Gallerte nicht anhangt. Sie sindeinige Fuß lang, einen halben Fuß tief und haben amBoden die Lange einer Leimtafel zur Breite. Im Bo-den ist eine Reihe Einschnitte angebracht, deren Entfer-nung jedesmal der Breite einer Leimtafel entspricht. Die gefüllten Leimtrögekommen in ein kühles, mit Steinen geplättetes Local — welches man mitNasser besprengt, damit es kühl bleibt und der etwa verschüttete Leim nicht an-hangt — und bleiben daselbst bis zum Gestehen der Gallerte, nämlich je nachb-M Wetter 12—18 Stunden. Man löst nun die Gallerte von den Wändenb" Tröge und setzt sie, die Bodenflache nach oben, mit einer raschen Bewegungauf die vorher benetzte Schneidetafel, worauf man die Form abhebt. Es bleibtGallertblock zurück, der zuerst durch horizontale Schnitte in Blatter gespal-wird, welche der Dicke einer Leimtafel entsprechen; diese Blatter werden^fleßjich durch senkrechte Schnitte in einzelne Leimtafelbreiten zerschnitten, wo-
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^ Man die vorher erwähnten, als erhöhte Linien abgeformten Einschnitte desFadens als Vorschrift benutzt. Als Werkzeug zum Langsschneiden dient stetsunner, gespannter Klavierdraht; um ihn parallel zu führen, was aus freier?and schwierig ist, bedient man sich für die horizontalen Schnitte verschiedener. "Rüstungen. Entweder hat man nur einen Draht, der wie ein Sägeblatt in^Leimi^»s tinnesnnnnt ist- dann führt man diesen, wie Fig. 161 versinn-
licht, mittelst zweier Leisten aa, welchemit Einschnitten in der richtigen Entfer-nung versehen sind, indem man mit jederHand eine Leiste und eine Seite der Sagefesthält, so daß der Draht in den entspre-chenden Einschnitten festliegt. Wenns man nun die Leisten mit beiden Handengleichzeitig gedrängt über dem Schneide-Draht dem Tisch parallel folgen und eineabheben. Bei dem nächsten Schnitt
- ei m säge eingespannt ist;Fig. 161-
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tos. 6 wegbewegt, so wirdftelit °Ee Schichte des Gallertblockes ct*ii t 7” an bie Leimsäge um einen Einschnitt tiefer u. s. f. Oder man schneidet^ lovielen Drähten zugleich, als Schichten werden sollen; alsdann ist dieDichtung wie Fig. 162 (s. f. S.); der statt der Leimsäge dienende RahmenMctito ' n ben N"then es der Schneidetafel bb geführt und der (hier weg-'>°ue) Block mit einem Schnitt in die erforderliche Zahl Blatter zerlegt.