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Zweiter Band.
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Sechste Gruppe. Bekleidungsgewerbe.

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Agave americana; unter den Cannaceen: Canna indica (in der ProvinzSi-Nam, nordöstlich von Canto» in China, unter dem Namen Lo-Ma ange-baut); unter den Asphodeleen: Aletris nervosa, Pborminm tenax (neu-seeländischer Flachs); unter den Leguminosen: Robinia cannabina, Cro-talaria juncea ; unter den Malvaceen: Ltercnlia villnsa, Bnbrowa 6n-zuma, Abroma angusta, Hibiscus tiliaceus, Hib. manihot, Hib. mutabilis,Gossjpimn (Baumwolle) verschiedene Arten; aus der Familie der Urticeen:Norus pap^rikera, Corcborn« suneens, Corcb. olitorens, Cnrcb. caponlaris;Ilrtica dioica, Urt. cannabina, Urt. nivea, Urt. (Boehmeria) ntilis, Canna-bis s ativa ; aus der Familie der Caryophilleen endlich Binnm nsitatiasimnm.

Für die europäischen Verhältnisse — obwohl etwas Manilahanf zu fei-nen Seilerarbeiten und etwas neuseeländischer Flachs eingeführt wird — ha-ben doch außer dem Flachs, dem Hanf und der Baumwolle keine ande-ren Gespinnstpflanzen Bedeutung.

. Von einigen dieser Gewächse braucht man die äußerlich umhüllenden Fä-ssern des Stamms bei Sagnrus, der Frucht bei den Cocosnüssen; bei ander»sind es diejenigen Faserbündel, welche die Blattrippen und zwar der unverastel-ten Blattrippen der monokotyledonischen Gewächse, wie Bromeiia Ananas,Agave Americana, Musa troglodjtarum, der Nipispalme, besonders desPhorminm tenax; bei noch anderen ist es die Haarumhüllung der Frucht (desSaamens) so bei der Baumwolle, bei wieder andern, und zwar allen übrige»'der Bast. — Die pflanzenanatomische Verschiedenheit der Fasern ist für ihre»technischen Werth sehr bezeichnend. Die Fasern, welche den Palmstrunk äußer-lich umgeben, werden nie weich und geschmeidig, sondern stets roßhaararti'9steif sein. Die Baumwolle verhalt sich zum Flachs (oder Hanf) wie Haarge-bilde zu Bast; aber gerade dieses Verhältniß ist der bestimmteste und umfaß'sendste Ausdruck für die Verschiedenheit des praktischen Werthes beider Faser»-Als Haargebilde ist die Baumwollenfaser schon von Natur isolirt und durchihre isolirke Stellung derjenigen Sphäre des Pflanzenkörpers entrückt, i» wel-cher ein bedeutender Verkehr, eine starke Anhäufung der Saftbestandtheile statthat. Die Faser des Flachses und Hanfes bildet im Gegentheil den Mittelpunkteiner solchen Sphäre und die Darstellung dieser Fasern ist ihre Jsolirung a»^dem Zusammenhange des anatomischen Baues, aus dem Bereich der umgebe»-den chemischen Einflüsse, und zwar mittelst eines bedeutenden und doppelte"Aufwandes an Arbeit. Wahrend ferner der Verbreitung des Saamens durchden Wind eine Flaumhülle von mäßiger Faserlänge entspricht, verlangt derNaturzweck der Saftbewegung, daß die Entwickelung der Bastgefäße der 9*stimmten Längenerstreckung des Pflanzenkörpers folgt; es liegt mit andere»Worten in der Natur der Baumwolle als Haargebilde, daß sie eine verhalt»'?mäßig kurze, es liegt in der Natur des Flachses und Hanfs als Bast, daß dlsleine beträchtlich längere Faser abgeben. — In einem Punkt verhalte» f*beide Pflanzengebilde gleich, nämlich in Bezug auf ihre phpsiologischehung, oder was in diesem Falle dasselbe sagen will, in Bezug auf den @t°ij'woraus sie gebildet sind. Beide sind nämlich im Wesentlichen Pflanzenze e'wenn auch sehr verlängerte, und theilen als solche den Hauptcharakter